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Analyse

Rübenerträge noch unterdurchschnittlich

von , am
27.07.2015

Erste Proberodungen lassen für die Kampagne 2015 eher unterdurchschnittliche Zuckerrübenerträge erwarten.

© Mühlhausen/landpixel
Wie der Landesbauernverband Landvolk Niedersachsen mitteilte, zeichnen sich im Süden und Osten Deutschlands Mindererträge von 4 Prozent gegenüber dem fünfjährigen Mittel und von mehr als 15 Prozent im Vergleich zur sehr guten Vorjahresernte ab. Der Landwirtschaftliche Informationsdienst Zuckerrübe (LIZ) berichtet nach der ersten Proberodung im Einzugsgebiet von Pfeifer & Langen sogar von einem Minus in Höhe 16 Prozent gegenüber dem fünfjährigen Mittel und von 36 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
 
Die Schätzungen unterliegen großen regionalen Schwankungen. Außerdem ist der Zeitpunkt noch recht früh. Einige ergiebige Niederschläge und sommerliche Temperaturen würden die Rüben leicht in die Lage versetzen, Wachstum nachzuholen. Nach dem relativ trockenen Frühjahr haben sie schlanke Wurzeln tief in den Boden getrieben. Dadurch haben die Pflanzen eine gute Ausgangslage, um weitere Niederschläge zu verwerten. Die Zuckergehalte lagen im rheinischen Anbaugebiet zum Zeitpunkt der ersten Proberodung um 1 Prozentpunkt über dem Vorjahreswert. Aber auch für den Zuckergehalt gilt, dass es für verlässliche Prognosen über die endgültige Süße der Rüben noch zu früh ist.
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