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Milchpreisvergleich

Milchpreis: Deutsche Molkereien holen auf

Dieser Artikel ist zuerst in der DLZ erschienen.

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Milchtankwagen
"Kartellamt zerstört den deutschen Milchmarkt". Mit dieser Schlagzeile reagierte die Deutsche Milchkontor GmbH auf den Sachstandbericht des Bundeskartellamt. © Werkbild/DMK
von , am
08.08.2017

Deutsche Molkereien schneiden im internationalen Milchpreisvergleich des niederländischen Bauernverbandes (LTO) wieder besser ab.

Milch wird von DMK-Milchauto abgeholt
© Werkbild

Laut LTO zahlte das Deutsche Milchkontor (DMK) im Juni 33,90 Cent/kg. Das war 1 Cent mehr als im Mai. Die Sachsenmilch in Leppersdorf kam auf 34,79 Cent/kg, plus 2 Cent gegenüber dem Vormonat. Basis sind  4,2 % Fett und 3,4 % Eiweiß bei einer jährlichen Anlieferung von 500 t, ohne Mehrwertsteuer.

Erstmals seit langem lagen die beiden deutschen Molkereien mit ihren Milchpreisen im Juni etwas über dem EU-Durchschnitt von 15 Molkereien. Dieser betrug laut LTO 33,69 Cent/kg Milch, was einem Plus von 0,41 Cent/kg gegenüber Mai entsprach. Knapp unter dem EU-Mittel blieb die Hochwald Milch eG mit stabilen 33,17 Cent/kg.

Ebenfalls weniger als den EU-Schnitt bekamen die Lieferanten von Arla Foods mit 32,81 Cent/kg. Dagegen zahlte FrieslandCampina mit 35,75 Cent/kg über 2 Cent mehr aus als den EU-Schnitt.   

Die Lieferanten von Dairy Crest in Großbritannien mussten im Juni mit 29,05 Cent/kg einen Milchgeldabschlag von umgerechnet 1,6 Cent/kg hinnehmen.

Im August kommen weitere Preiserhöhungen

Die Milcherzeuger können davon ausgehen, dass die Auszahlungsleistungen in den kommenden Monaten weiter steigen werden. So hat die DMK Group für Juli und August eine Preiserhöhung von jeweils 2 Cent/kg angekündigt.

Arla Foods will im Juli das Milchgeld um 1,7 Cent und im August um 1 Cent aufstocken.

Bei FrieslandCampina soll es in zwei Schritten um 0,5 Cent und 1,2 Cent nach oben gehen.

Auch französische Molkereien wie Savencia, Lactalis und Sodiaal haben Milchpreiserhöhungen angekündigt. Zudem hat kürzlich Neuseelands größter Milchverarbeiter Fonterra seine Milchpreisprognose für die im Juni begonnene Saison 2017/18 angehoben und will nun den Erzeugern das Kilogramm Milchfeststoff mit 6,75 NZ-$ (4,21 €) bezahlen. Zusammen mit der Vergütung von Genossenschaftsanteilen entspricht das laut LTO rund 35 Cent/kg Milch, berichtet der Nachrichtendienst Agra-Europe.

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