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Analysten drücken Mais- und Sojaernte

von , am
10.09.2015

Korrekturen erwarten Analysten im Vorfeld des Reports unter anderem bei der Mais- und Sojaernte in den USA.

© landpixel
 
Am Getreidemarkt richtet sich die Aufmerksamkeit von Landwirten, Analysten und Händlern auf den USDA-Report am kommenden Freitag Abend (10.09). Dann werden die globalen Bilanzen bei Getreide und Ölsaaten aktualisiert. Das bleibt (meist) nicht ohne Auswirkungen auf die Preise. Korrekturen erwarten Analysten im Vorfeld des Reports unter anderem bei der Mais- und Sojaernte in den USA.
 
Im Vorfeld des neuen Reports haben die wichtigsten US-Analysten wie immer eine Konsensschätzung zu den erwarteten Veränderungen abgegeben. Dabei gehen die Analysten sowohl bei Mais als bei Soja von einer Korrektur der Produktion nach unten aus. Sollte der USDA-Report diese Analysen-Erwartung nicht bestätigen, könnte es zu weiteren Preisabschlägen bei Mais und Futtergetreide sowie bei Soja und anderen Ölsaaten kommen.
 
Maisernte wird nach unten korrigiert
Beim Mais geht die aktuelle Konsensschätzung der US-Analysten für den September von einer Korrektur der Ernte auf 342,5 Mio. t (13.484 Mio. Bu) aus. Das USDA hatte die Produktion im August auf 347,6 Mio. t (13.686 Mio. Bu) geschätzt und damit 5,0 Mio. t größer. Im vorigen Herbst (2014) brachten die US-Farmer eine Rekordernte von 361,1 Mio. t ein. Die Maiserträge werden von allen Analysten niedriger als im Augustreport des USDA und erst recht niedriger als 2014 eingeschätzt.
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Deutlich kleinere Erntefläche als 2014
Der Produktionsrückgang resultiert jedoch hauptsächlich aus dem Rückgang der Erntefläche von 33,64 Mio. ha (2014) auf nur noch 32,82 Mio. ha (2015) in diesem Jahr. Das USDA hatte den Maisertrag im August immerhin auf 10,59 t/ha (168,8 bu/acres) veranschlagt, nach 10,73 t/ha (171,0 bu) im vorigen Jahr. Die aktuelle Konsensschätzung der Analysten liegt nun nur noch bei einem Maisertrag von 10,45 t/ha (166,5 bu/acres) und damit niedriger als das USDA.
 
Sojaernte trotz Korrektur über 100 Mio. t
Beim Soja geht die Konsensschätzung der Analysten im September von einer Ernte von 104,5 Mio. t (3841 Mio. Bu) aus und trotz der Abwärtskorrektur weiterhin von einer Produktion über der 100-Mio.-t-Marke. Das USDA hatte die Produktion im August auf 106,6 Mio. t (3.916 Mio. bu) geschätzt. Im letzten Herbst (2014) hatten die US-Farmer eine Rekordernte von 108,0 Mio. t eingebracht.
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Erntefläche bei Soja größer als 2014
Die Erträge wurden im Vergleich zur Augustschätzung ganz leicht nach unten korrigiert. Allerdings ist die Erntefläche mit 33,8 Mio. ha (2015) etwas größer als im vorigen Jahr (2014) mit 33,61 Mio. ha sondern auch größer als die Erntefläche bei Mais und die bisher größte Erntefläche bei Sojabohnen. Das USDA hat den Sojaertrag im August auf 3,15 t/ha (46,9 bu/acres) geschätzt, nach 3,21 t/ha im letzten Jahr. Die Konsensschätzung der Analysten erwartet jetzt 3,10 t/ha (46,1 bu/acres) und damit weniger als das USDA.
 
Dr. Olaf Zinke
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