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Bodennutzung

Deutlich mehr Hülsenfrüchte im Anbau

© Essmann/agrar-press
von , am
03.08.2016

Der Anbau von Hülsenfrüchten hat in Deutschland 2016 als Folge der Greening-Auflagen erneut kräftig zugenommen.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) heute auf Basis der vorläufigen Ergebnisse der Bodennutzungshaupterhebung mitteilte, wurde die mit Hülsenfrüchten bestellte Ackerfläche gegenüber dem Vorjahr um 17 % auf 187.700 ha ausgeweitet. Zwei Jahre zuvor waren es erst 74.700 ha gewesen. Im Anbau dominierten Erbsen mit 86.500 ha; das sind 7.300 ha oder 9 % mehr als 2015. Das mit Ackerbohnen bestellte Areal wurde um 8 % auf 40.500 ha ausgeweitet. Sojabohnen, die 2016 vom Bundesamt erstmalig erfasst wurden, machten mit 15.200 ha rund 8 % der Hülsenfruchtfläche aus.

Mit Abstand wichtigste Nutzungsform des Ackerlandes bleibt der Getreideanbau. Er wurde zur Ernte 2016 um 174.000 ha oder 2,7 % auf 6,36 Mio. ha eingeschränkt. Die mit Weizen bestellte Fläche schrumpfte um 67.000 ha auf 3,22 Mio. ha. Die Anbaufläche von Roggen und Wintermenggetreide sank um 40.800 ha oder 6,6 % auf 575.200 ha. Der Gerstenanbau änderte sich hingegen kaum.

Wieder deutlich ausgedehnt wurde die mit Zuckerrüben bestellte Fläche, nämlich um 21.700 ha oder 6,9 % auf 334.500 ha. Bei der zweiten wichtigen Hackfrucht, den Kartoffeln, gab es keine nennenswerte Veränderung. Die Fläche betrug 235.500 ha.

Wichtigste Ölfrucht blieb der Raps, dessen Anbau um 3,9 % auf 1,33 Mio. ha ausgedehnt wurde. Raps wurde damit auf 11 % der mit Ackerkulturen bestellten Fläche angebaut. Rund 18 % betrug der Anbauanteil von Silomais, dessen Areal mit 2,14 Mio. ha um 2,1 % zunahm.

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