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DRV/Ernte 2014: Etwa so viel Weizen und Gerste wie 2013, mehr Mais

von , am
14.05.2014

Die deutsche Weizenernte 2014 wird mit 24,94 Mio. t etwa so groß ausfallen wie im letzten Jahr (25,0 Mio. t).

© agrar-press
 
Die deutsche Weizenernte 2014 wird mit 24,94 Mio. t etwa so groß ausfallen wie im letzten Jahr (25,0 Mio. t). Zu diesem Ergebnis kommt der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) in der dritten Ernteschätzung des Jahres. Die Produktion von Winterweizen wird mit 24,6 Mio. t auf dem Niveau des Vorjahres erwartet. Dabei sind die Erträge von Winterweizen mit 78,4 /t/ha etwas kleiner als 2013 und die Fläche ist mit 3,14 Mio. ha geringfügig größer. Mit seiner Ernteprognose stimmt der DRV fast exakt mit der letzten Produktionsschätzung der EU-Kommission von 25,0 Mio. t überein. Die Analysten von Töpfer International hatten die deutsche Ernte ebenfalls auf 24,95 Mio. t geschätzt.
 
Deutlich weniger Roggen, etwas mehr Wintergerste
Die Produktion von Roggen geht nach der Mai-Prognose des DRV (wie schon im April) um 19 % auf 3,78 Mio. t zurück und ist damit 0,90 Mio. t kleiner als 2013. Ursache für den Produktionsrückgang ist eine um 17 % kleinere Anbaufläche von 0,653 Mio. ha. Mit einer erwarteten Ernte von 8,6 Mio. t soll die Produktion von Wintergerste in diesem Jahr 0,2 Mio. t größer ausfallen als im letzten Jahr (8,4 Mio. t). Grundlage ist eine geringe Flächenzunahme um 31.000 ha bzw. 2,6 % auf 1,242 Mio. ha.
 
Weniger Sommergerste als 2013
Der Anbau von Sommergerste wurde nach der Mai-Prognose des DRV um 3 % auf 0,349 Mio. ha eingeschränkt. In Verbindung mit etwas niedrigeren Erträgen geht die Produktion von Sommergerste in Deutschland damit um fast 7 % auf 1,82 Mio. t zurück. Die gesamte Gerstenproduktion (Winter- und Sommergerste) wird vom DRV auf 10,42 Mio. t geschätzt, im Vergleich zu 10,35 Mio. t im letzten Jahr. Das wäre eine fast ähnlich große Produktionsmenge. Die EU-Kommission war zuletzt von einer deutschen Gerstenproduktion von 10,2 Mio. t ausgegangen und Töpfer International von 10,1 Mio. t.
 
Maisproduktion besser als 2013
Einen kräftigen Produktionszuwachs von 16,4 % auf 5,15 Mio. t erwartet der DRV weiterhin beim Mais. (Im April lag die Prognose bei 5,1 Mio. t und im März 4,8 Mio. t ). Dabei wird von einer etwa 4,3 % größeren Anbaufläche von 0,518 Mio. ha ausgegangen. Grund für den Produktionszuwachs sind also die die etwas größere Anbaufläche, vor allem aber die 11,7 % höheren Erträge von 99,3 dt/ah. Die EU-Kommission hatte zuletzt eine deutsche Maisernte von nur 4,8 Mio. t prognostiziert und Töpfer International schätzte die Produktion auf 4,82 Mio. t. Einen Anstieg der Produktion von 16 % auf 0,729 Mio. t erwartet der DRV bei Hafer. Dagegen gehen die Experten des DRV bei Triticale von einer stabilen Produktionsmenge von 2,62 Mio. t aus.
 
Rapsernte etwas kleiner als 2013
Einen ganz leichten Flächenrückgang gegenüber dem Vorjahr von knapp 2 % auf 1,43 Mio. ha unterstellt der DRV auch im Mai beim Raps. Bei der wichtigsten Ölfrucht soll die deutsche Ernte in diesem Jahr mit 5,63 Mio. t (April 5,54 Mio. t) etwa 0,14 Mio. t bzw. 2,4 % kleiner ausfallen als 2013. Töpfer International hatte im April mit 5,4 Mio. t eine etwas kleinere Ernte für Deutschland geschätzt.
 
Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter marktkompass
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