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DRV/Ernte 2014: Stabile Weizenernte, mehr Mais

von , am
17.04.2014

Die deutsche Weizenernte 2014 könnte mit 24,75 Mio. t lediglich 1 % kleiner ausfallen als im letzten Jahr.

Voraussichtlich werden die Landwirte 2017 etwas weniger Braugerste aussäen. Rund die Hälfte der Flächen sind schon bestellt. © Mühlhausen/landpixel
 
Die deutsche Weizenernte 2014 könnte mit 24,75 Mio. t lediglich 1 % kleiner ausfallen als im letzten Jahr. Zu diesem Ergebnis kommt der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) in der zweiten Ernteschätzung des Jahres. Dabei basiert der leichte Produktionsrückgang ausschließlich auf der rund 3 % geringeren Ertragserwartung von 77,4 t/ha. Gleichzeitig ist die Weizenfläche mit 3,196 Mio. ha rund 2,2 % oder 70.000 ha größer als 2013. Mit seiner Ernteprognose bleibt der DRV etwas (0,45 Mio. t) über der letzten Produktionsschätzung der EU-Kommission von 24,3 Mio. t. Die Analysten von Strategie Grains hatte die deutsche Ernte Ende März ebenfalls auf 24,3 Mio. t geschätzt.
 
Deutlich weniger Roggen, etwas mehr Wintergerste
Die Produktion von Roggen geht nach der April-Prognose des DRV (wie schon im März erwartet) um knapp 20 % auf 3,76 Mio. t zurück und ist damit 0,92 Mio. t kleiner als 2013. Ursache für den Produktionsrückgang ist eine um 17 % kleinere Anbaufläche von 0,65 Mio. ha. Mit einer erwarteten Ernte von 8,55 Mio. t soll die Produktion von Wintergerste in diesem Jahr 0,16 Mio. t größer ausfallen wie im letzten Jahr (8,4 Mio. t). Grundlage ist eine geringe Flächenzunahme um 33.000 ha bzw. 2,7 % auf 1,244 Mio. ha.
 
Korrektur bei Sommergerste
Der Anbau von Sommergerste soll nach der April-Prognose des DRV um 6 % auf 0,35 mio. ha schrumpfen und nicht wie noch im März erwartet um 11 % zunehmen. Entsprechend schrumpft nun die Produktion von Sommersgerste um 6 % bzw. 0,117 Mio. t auf 1,83 Mio. t. Insgesamt wird die Gerstenproduktion damit auf 10,39 Mio. t geschätzt, im Vergleich zu 10,35 Mio. t im letzten Jahr. Das wäre eine fast ähnlich große Produktionsmenge. Die EU-Kommission war zuletzt von einer deutschen Gerstenproduktion von 10,0 Mio. t ausgegangen und Strategie Grains von 10,1 Mio. t.
 
Maisproduktion nach oben korrigiert
Einen deutlichen Produktionszuwachs von knapp 15,4 % auf 5,1 Mio. t erwartet der DRV bei Mais. (Im März lag die Prognose noch bei 4,8 Mio. t ). Dabei wird von einer 4,3 % größeren Anbaufläche von 0,518 Mio. ha ausgegangen. Grund für den Produktionszuwachs sind also die etwas größere Anbaufläche vor allem aber die rund 11 % höheren Erträge. Die EU-Kommission hatte zuletzt eine deutsche Maisernte von 4,9 Mio. t prognostiziert. Einen Anstieg der Produktion von 16 % auf 0,729 Mio. t erwartet der DRV bei Hafer. Dagegen gehen die Experten des DRV bei Triticale von einem moderaten Produktionsrückgang von etwa 1 % auf 2,58 Mio. t aus.
 
Rapsernte etwas kleiner als 2013
Einen ganz leichten Anbaurückgang von knapp 2 % bzw. auf 1,43 Mio. ha unterstellt der DRV weiterhin beim Raps. Hier soll die deutsche Ernte mit 5,54 Mio. t etwa 0,22 Mio. t bzw. 3,9 % kleiner ausfallen als vor einem Jahr. Die EU-Kommission hatte zuletzt mit 5,5 Mio. t eine ähnlich große Ernte für Deutschland geschätzt.
 
Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter marktkompass
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