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DRV/Ernte 2014: Weizen, Gerste und Raps fast wie im Vorjahr

von , am
14.03.2014

Die deutsche Weizenernte wird im Jahr 2014 knapp 2 % kleiner ausfallen als 2013.

© Mühlhausen/landpixel
Ähnlich große Erntemengen bei Weizen, Gerste und Raps wie im letzten Jahr erwartet der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) in seiner ersten Ernteprognose des Jahres. Gleichzeitig soll die Roggenernte deutlich kleiner ausfallen, während die Produktion von Mais zunimmt. Ingesamt könnte die deutsche Getreideernte damit fast die gleiche Größe erreichen wie im letzen Jahr. Die Aussat von Sommergetreide hat bereits begonnen. Wegen des milden Wetters beträgt der Vegitationsvorsprung derzeit etwa drei bis vier Wochen.
 
Weizenernte nur wenig kleiner als 2013
Die deutsche Weizenernte 2014  wird mit etwa 24,65 Mio. t knapp 2 % bzw. 0,4 Mio. t kleiner ausfallen als im letzten Jahr. Zu diesem Ergebnis kommt der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) in der ersten Ernteschätzung des Jahres. Dabei basiert der leichte Produktionsrückgang auf einer etwa 4 % geringeren Ertragserwartung als zur letzten Ernte. Gleichzeitig ist die Weizenfläche mit 3,195 Mio. ha rund 2,3 % oder 72.000 ha größer als 2013. Mit seiner ersten Ernteprognose bleibt der DRV etwas (0,3 Mio. t) über der letzten Produktionsschätzung der EU-Kommission von 24,3 Mio. t. die Analysten von Strategie Grains hatte die deutsche Ernte Mitte Februar ebenfalls auf 24,2 Mio. t geschätzt.
 
20 Prozent weniger Roggen, Wintergerste wie 2013
Bei Roggen schrumpft die Anbaufläche um knapp 17 % auf 0,65 Mio. ha. Die Produktion geht sogar um knapp 20 % auf 3,7 Mio. t zurück und ist damit 0,97 Mio. t kleiner als im letzten Jahr. Mit einer erwarteten Ernte von 8,45 Mio. t soll die Produktion von Wintergerste in diesem Jahr geringfügig größer ausfallen wie vor einem Jahr (8,4 Mio. t). Grundlage ist eine geringe Flächenzunahme um 33.000 ha bzw. 2,6 % auf 1,24 Mio. ha.
 
Mehr Sommergerste, Gesamternte wenig größer
Der Anbau von Sommergerste soll um etwa 11 % auf 0,4 Mio. ha zunehmen. Entsprechend wächst die Produktion um knapp 8 % bzw. 0,15 Mio. t auf gut 2,11 Mio. t. Insgesamt wird die Gerstenproduktion damit auf 10,56 Mio. t geschätzt, im Vergleich zu 10,36 Mio. t im letzten Jahr. Das wäre eine fast ähnlich große Produktionsmenge. Die EU-Kommission war Anfang März von einer deutschen Gerstenproduktion von 10,0 Mio. t ausgegangen und die Analysten von Strategie Grains sogar nur von 9,9 Mio. t.
 
Maisproduktion wird größer erwartet
Einen Produktionszuwachs von knapp 7 % auf 4,8 Mio. t erwartet der DRV bei Mais. Dabei wird von einer fast stabilen Anbaufläche von 0,49 Mio. ha ausgegangen. Grund für den Produktionszuwachs sind also die höheren Erträge. Die EU-Kommission hatte Anfang März eine deutschen Maisernte von 4,9 Mio. t prognostiziert. Einen Anstieg der Produktion von 18 % auf 0,71 Mio. t erwartet der DRV bei Hafer. Dagegen gehen die Experten des DRV bei Triticale von einem moderaten Produktionsrückgang von 2 % auf 2,55 Mio. t aus.
 
Ähnlich viel Raps wie 2013
Einen ganz leichten Anbaurückgang von knapp 2 % bzw. auf 1,43 Mio. erwartet der DRV beim Raps. Hier soll die deutsche Ernte mit 5,57 Mio. t etwa 0,19 Mio. t bzw. 3,2 % kleiner ausfallen als vor einem Jahr. Die EU-Kommission hatte Anfang März mit 5,5 Mio. t eine ähnlich große Ernte für Deutschland geschätzt.
 
Vegetationsvorsprung von vier Wochen
Die Gesamtgetreideernte (mit Mais) für das Jahr 2014 schätzt der DRV in seiner ersten Prognose auf 47,0 Mio. t und damit knapp 2 % bzw. 0,8 Mio. t kleiner als im vorigen Jahr (47,8 Mio. t). Die Aussaat von Sommergetreide hat nach Einschätzung des DRV wegen der sehr milden Witterung in vielen Regionen bereits begonnen. Derzeit geht der DRV von Vegetationsvorsprung von etwa drei bis vier Woche aus. Nennenswerte Auswinterungsschäden gibt es offenbar weder bei Getreide noch bei Raps.
 
Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter marktkompass
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