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Endbestände und Ernten nach unten korrigiert

von , am
10.07.2015

Im Vorfeld des am Freitag Abend (10.07) erscheinenden USDA-Reports, haben sich die wichtigsten US-Analystenhäuser mit den erwarteten Veränderungen der globalen Versorgungsbilanzen bei Weizen, Mais und Soja beschäftigt.

© Mühlhausen/landpixel
 
Die extremen Witterungsverhältnisse in den USA, in Kanada und in Europa bleiben nicht ohne Einfluss auf die globalen Ernteerwartungen und die Preisentwicklung. Im Vorfeld des am Freitag Abend (10.07) erscheinenden USDA-Reports zur Getreide- und Ölsaatenernte 2015, haben sich die wichtigsten US-Analystenhäuser mit den erwarteten Veränderungen der globalen Versorgungsbilanzen bei Weizen, Mais und Soja beschäftigt. Dabei wurde wegen Vielzahl der Marktdaten nicht im einzelnen auf die Produktions- und Verbrauchszahlen eingegangen. Vielmehr haben die Analysten die erwarteten Veränderungen der Versorgungsbilanzen über die Veränderungen der globalen Endbestände geschätzt.
 
Gegenüber dem Juni-Report des USDA kommt es dabei sowohl bei Weizen als auch bei Mais und Soja zu mehr oder weniger deutlichen Abwärtskorrekturen bei den für das Wirtschaftsjahr 2015/16 erwarteten globalen Endbeständen. Im Vergleich zum zurückliegenden Wirtschaftsjahr 2014/15 wachsen die Sojabestände jedoch deutlich an, währen die End-Bestände bei Weizen ganz leicht zunehmen und bei Mais ebenso leicht abschmelzen.
 
Weizen: Endbestände größer als 2014
Beim Weizen gehen die Analysten in ihrer Konsensschätzung offenbar weiterhin von einer großen globalen Weizenernte 2015 aus. Allerdings haben die Analysten im Vergleich zur vorigen USDA-Prognose vom Juni, eine leichte Korrektur der globalen End-Bestände 2015/16 nach unten vorgenommen und erwarteten damit eine etwas kleinere Erntemenge als noch im Juni.
 
In ihrer Prognose gehen die Analysten für das Wirtschaftsjahr neue 2015/16 jetzt von globalen Endbeständen bei Weizen von 201,4 Mio. t aus, nachdem das USDA im Juni 202,4 Mio. t erwartet hatte, bei einer globalen Erntemenge von 721,6 Mio. t. Demnach rechnen die Analysten mit einer etwas kleineren Ernte, jedoch keineswegs mit einer deutlichen Korrektur nach unten.
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Für das zu Ende gehende Wirtschaftsjahr 2014/15 hatte das USDA die Weizenbestände im Juni auf der Grundlage der bisherigen Rekordernte von 726 Mio. t auf 200,4 Mio. t veranschlagt. Die aktuelle Analystenprogose von 200,6 Mio. t bedeutet für das zurückliegende Wirtschaftsjahr 2014/15 keine Veränderung bei den Endbeständen mehr. Im Wirtschaftsjahr 2013/14 lagen die Endbestände bei knapp 190 Mio. t und im Wirtschaftsjahr 2012/13 waren die globalen Weizenbestände mit 176,9 Mio. t deutlich niedriger.
 
Mais: Endbestände (und Ernte) etwas kleiner
Beim Mais rechnen die Analysten in ihrer Konsensschätzung mit einer Korrektur der globalen Endbestände im neuen Wirtschaftsjahr 2015/16 durch das USDA nach unten und damit auch mit Korrekturen an der globalen Maisproduktion 2015. Die US-Analysten gehen für die neue Saison 2015/16 beim Mais von einem globalen Endbestand von 192,6 Mio. t aus.
 
Das USDA hatte die neuen Endbestände im Juni auf 195,2 Mio. t geschätzt bei einer Erntemenge von 989 Mio. t. Für das zu Ende gehende Wirtschaftsjahr 2014/15 hatte das USDA die Maisbestände im Juni auf der Grundlage der bisherigen Rekordernte von 999 Mio. t auf 197 Mio. t veranschlagt. Im Wirtschaftsjahr 13/14 lagen die globalen Endbestände nur bei knapp 175 Mio. t und im Wirtschaftsjahr 2012/13 sogar nur bei 137 Mio. t.
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Soja: Bestände trotz Korrektur auf Rekordniveau
Bei Sojabohnen erwarteten die Analysten in ihrer Konsensschätzung für das neue Wirtschaftsjahr 2015/16 eine leichte Korrektur der globalen Endbestände (und der Ernte) durch das USDA nach unten. Die US-Analysten gehen für die neue Saison 2015/16 bei Sojabohnen von einem globalen Endbestand von 92,3 Mio. t aus. Das USDA hatte die neuen Endbestände im Juni auf 93,2 Mio. t geschätzt bei einer Erntemenge von 317,6 Mio. t.
 
Für das zu Ende gehenden Wirtschaftsjahr 2014/15 hatte das USDA die Sojabestände im Juni auf der Grundlage der zurückliegenden Rekordernte von ebenfalls 318,3 Mio. t auf den bisherigen Rekordwert von 83,7 Mio. t veranschlagt. Im Wirtschaftsjahr 2013/14 lagen die globalen Endbestände nur bei 62,7 Mio. t und 2012/13 bei etwa 56,3 Mio. t.
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Damit würden die globalen Endbestände im kommenden Wirtschaftsjahr 2015/16 (trotz der leichten Abwärtskorrektur) um 9,3 Mio. t oder 10 % zunehmen. Im Vergleich zum Wirtschaftsjahr 2012/13 wären die Endbestände sogar 64 % (!!) oder 36 Mio. t (!!) größer.
 
Dr. Olaf Zinke
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