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Endbestände bei Soja, Weizen und Mais bleiben hoch

von , am
10.06.2015

Im Vorfeld des am heutigen Mittwoch Abend erscheinenden USDA-Reports haben sich die wichtigsten US-Analystenhäuser mit den erwarteten Veränderungen der globalen Versorgungsbilanzen beschäftigt.

© tom - Fotolia.com
 
Im Vorfeld des am heutigen Mittwoch Abend erscheinenden USDA-Reports zur neuen Getreide- und Ölsaatenernte 2015 haben sich die wichtigsten US-Analystenhäuser mit den erwarteten Veränderungen der globalen Versorgungsbilanzen im neuen Wirtschaftsjahr bei Weizen, Mais und Soja beschäftigt. Dabei wurde wegen Vielzahl der neuen Marktdaten nicht im einzelnen auf die neuen Produktions- und Verbrauchszahlen eingegangen. Vielmehr haben die Analysten die erwarteten Veränderungen der Versorgungsbilanzen bei Weizen, Mais und Soja über die Veränderungen der globalen Endbestände geschätzt.
 
Im Vergleich zur Maischätzung des USDA kommt es dabei zu moderaten Abwärtskorrekturen bei den globalen Weizenbestände für das neue Wirtschaftsjahr 2015/16 und zu kaum veränderten Bestandsdaten bei Mais und Soja. Im Vergleich zum zu Ende gehenden Wirtschaftsjahr 2014/15 wachsen die Sojabestände indessen gewaltig an, währen die End-Bestände bei Weizen geringfügig anwachsen und bei Mais ebenso moderat abnehmen.
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Weizen: Endbestände etwas größer als 2014
Beim Weizen gehen die Analysten in ihrer Konsensschätzung weiterhin von einer relativ großen globalen Weizenernte 2015 aus. Allerdings haben Analysten im Vergleich zur vorigen USDA-Prognose vom Mai eine leichte Korrektur der globalen End-Bestände nach unten vorgenommen und erwarteten damit eine etwas kleinere Erntemenge als noch im Mai. In ihrer Prognose gehen die Analysten für das Wirtschaftsjahr 2015/16 jetzt von globalen Endbeständen bei Weizen von 201,7 Mio. t aus, nachdem das USDAvor vier Wochen von 203,3 Mio. t bei einer Erntemenge von 719 Mio. t ausgegangen war.
 
Demnach rechnen die Analysten mit einer etwas kleineren Ernte, jedoch keineswegs mit einer größeren Korrektur nach unten. Für das zu Ende gehenden Wirtschaftsjahr 2014/15 hatte das USDA die Weizenbestände im Mai auf der Grundlage der bisherigen Rekordernte von 726 Mio. t auf 200,97 Mio. t veranschlagt. Die aktuelle Analystenprogose von 201,7 Mio. t bedeutet gegenüber dem zu Ende gehenden Wirtschaftsjahr 2014/15 also nochmals ein leichtes Anwachsen der Endbestände.

Mais: Endbestände verändern sich kaum
Beim Mais rechnen die Analysten in ihrer Konsensschätzung von Juni nicht mit einer Korrektur der globalen Endbestände im neuen Wirtschaftsjahr 2015/16 durch das USDA und damit auch nicht mit größeren Veränderungen an der globalen Maisernte 2015. Die US-Analysten gehen für die neue Saison 2015/16 beim Mais von einem globalen Endbestand von 191,9 Mio. t aus.
 
Das USDA hatte die neuen Endbestände im Mai ebenfalls auf 191,9 Mio. t geschätzt bei einer Erntemenge von 990 Mio. t. Für das zu Ende gehenden Wirtschaftsjahr 2014/15 hatte das USDA die Maisbestände im Mai auf der Grundlage der bisherigen Rekordernte von 996 Mio. t auf 192,5 Mio. t veranschlagt. Neue Ernte und Endbestände wären nur geringfügig kleiner.
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 Soja: Bestände könnten neues Rekordniveau ereichen
Bei Sojabohnen erwarteten die Analysten in ihrer Konsensschätzung von Juni ebenfalls keine Veränderungen an den für das neuen Wirtschaftsjahr 2015/16 erwarteten globalen Endbestände durch das USDA und damit ebenfalls keine größeren Veränderungen an der erwarteten riesigen Ernte 2015. Die US-Analysten gehen für die neue Saison 2015/16 bei Sojabohnen von einem globalen Endbestand von 96,0 Mio. t aus. Das USDA hatte die neuen Endbestände im Mai auf 96,2 Mio. t geschätzt bei einer Erntemenge von 317,3 Mio. t.
 
Für das zu Ende gehenden Wirtschaftsjahr 2014/15 hatte das USDA die Sojabestände im Mai auf der Grundlage der aktuellen Rekordernte von ebenfalls 317,3 Mio. t auf den bisherigen Rekordwert von 85,5 Mio. t veranschlagt. Im Wirtschaftsjahr 2013/14 lagen die globalen Endbestände nur bei knapp 63,4 Mio. t und 2012/13 bei etwa 56,5 Mio. t. Damit würden die globalen Endbestände im kommenden Wirtschaftsjahr einen neuen Rekordwert erreichen. Im Vergleich zum Wirtschaftsjahr 2012/13 wären die Endbestände sogar 66 % (!!) größer.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter Markt
 
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