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"Erhebliche Beeinträchtigung" durch Fusion von Danish Crown und Tican

von , am
22.07.2015

Durch die geplante Fusion der dänischen Fleischverarbeiter Danish Crown und Tican droht eine erhebliche Beeinträchtigung des Wettbewerbs in Dänemark. Das hat die EU-Kommission nach einer vorläufigen Prüfung des Zusammenschlusses festgestellt.

© Europäische Kommission
Die Fusion wird nun von der dänischen Wettbewerbs- und Verbraucherschutzbehörde weiter geprüft. Die Abgabe des Verfahrens an die nationale Wettbewerbsbehörde hatte diese wenige Tage nach der Anmeldung der Fusion bei der Brüsseler Kommission beantragt. Nach Auffassung der dänischen Behörde ist sie aufgrund der Nähe, ihrer besonderen Kenntnis der Märkte und ihrer Erfahrung aus früheren Fällen der Branche am besten geeignet, die Auswirkungen des Zusammenschlusses zu untersuchen.
 
Danish Crown und Tican sind in Dänemark die beiden größten Wettbewerber am Schweinefleischmarkt. Beide sind genossenschaftlich organisiert und vertreiben ihre Erzeugnisse international. Außerhalb Dänemarks sieht die Europäische Kommission in anderen EU-Mitgliedstaaten durch den Zusammenschluss allerdings keine wettbewerbsrechtlichen Probleme. Darum genehmigte sie die Fusion für diesen Bereich. Sowohl Danish Crown als auch Tican sind in Großbritannien, Polen und Schweden tätig. Ihre Fusionsabsicht hatten die beiden vertikal integrierten Unternehmen am 3. Juni 2015 in Brüssel angezeigt.
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