Login
News

Europa: Klimaerwärmung könnte Weizenerträge um 20 % drücken

von , am
22.05.2014

In Europa könnten die Erträge bei Weizen und Gerste bis zum Jahr 2040 um rund 20 % zurückgehen

© Verena N./pixelio
 
In der Europa könnten die Erträge bei Weizen und Gerste bis zum Jahr 2040 um rund 20 % zurückgehen. Grund ist nach einer aktuellen Studie der Stanfort Universität in Kalifornien die bis dahin erwartete Klimaerwärmung von etwa 2 Grad Celsius (3,6 Fahrenheit). Bei Mais soll der Ertragsrückgang bei etwa 10 % liegen. Eine solche Entwicklung hätte massive Folgen für die Landwirtschaft in der EU und auch für den internationalen Handel mit Weizen/Getreide. Die EU ist der weltweit größte Produzent von Weizen und war in diesem Jahr der zweitgrößte Exporteur nach den USA.
 
Angepasste Sorten und Bewässerung helfen
Die Studie weist ausdrücklich darauf hin, dass schon eine moderate Erwärmung massive Auswirkungen auf dass Klima, die Wachstumsbedingungen der Pflanzen, das Ertragspotential und das Einkommen der Landwirte hat. Dabei kommt diese doch sehr pessimistische Prognose für etliche Beobachter  überraschend, denn das Klima ist in weiten Tiel des Kontinents im Vergleich eigentlich relativ kühl. Deshalb hatte man bislang auch eher mit positiven Effekten einer Erwärmung auf das Pflanzenwachstum gerechnet. Gleichzeitig weist die Studie jedoch darauf hin, dass andere besser angepasste Getreidesorten sowie die Bewässerung der Pflanzen die erwarteten Auswirkungen der Erwärmung auf die Erträge spürbar abmildern könnte.
 
Probleme in Südeuropa, im Norden auch Vorteile
Weizen und Gerste reagieren nach Ansicht der Wissenschaftler besonders empfindlich auf mögliche Veränderungen beim Klima, während der Mais noch relativ robust ist. Besonders negativ sollen die Auswirkungen der Erwärmung nach der Studie in Spanien, Italien, Griechenland und auch im Süden Frankreichs sein. Dagegen wird die Klimaerwärmung im Norden Frankreichs, in Irland den Niederlanden, in Teilen des Vereinigten Königreichs sowie Deutschlands eher Vorteile für den Getreideanbau und die Einkünfte der Landwirte bringen.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkomapss
Auch interessant