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FAO-Prognose: Getreideproduktion auf Rekordhoch

von , am
06.02.2015

Die UN-Landwirtschaftsorganisation FAO geht für 2014/15 von einem Rekordhoch der weltweiten Getreideproduktion aus. Auch die globalen Lagerbestände sind höher als im vorherigen Jahr.

Die UN-Landwirtschaftsorganisation FAO geht für 2014/15 von einem Rekordhoch der weltweiten Getreideproduktion aus. Auch die globalen Lagerbestände sind höher, als im vorherigen Jahr. © Hahn/agrarmanager
Laut einer Prognose der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) vom 5. Februar wird die weltweite Getreideproduktion 2014/15 auf ein Rekordhoch von 2,53 Mrd. t steigen. Das sind 1,4 Mio. t mehr, als noch im Dezember 2014 angenommen, und 13,5 Mio. t mehr im Vergleich zu 2013/14.
 
Den Zustand der Winterkulturen auf der Nordhalbkugel bezeichnet die FAO als positiv, da die Pflanzen überwiegend unter guten Wetterbedingungen wachsen konnten. Größere Aussaatflächen in Nordamerika und im Nahen Osten gleichen dabei geringere Flächen in Russland und Ostasien aus. Aufgrund niedrigerer Preise wurde der Maisanbau laut der FAO insbesondere in Südamerika reduziert. Die Bestände auf der Südhalbkugel sind in zufriedenstellendem Zustand.
 
Die FAO beziffert den weltweiten Getreideverbrauch zur Lebensmittelproduktion für 2014/15 auf 1,1 Mrd. t. Das entspricht 1,1 Prozent mehr als im vorangegangenen Jahr. Der gesamte Getreideverbrauch soll um 2,2 Prozent auf 2,47 Mrd. t zunehmen.
 
Die weltweiten Lagerbestände dürften zum Ende des Wirtschaftsjahres 2014/15 rund 623 Mio. t betragen. Das ist weniger, als im bislang letzten FAO-Bericht vom Dezember 2014 angenommen, aber 8 Prozent mehr als zum Abschluss des Vorjahres. Resultierend daraus ist das Verhältnis des Endbestandes zum Verbrauch mit 25 Prozent so hoch wie seit 2002/03 nicht mehr und deutlich über dem historischen Rekordtief von 18,4 Prozent in 2007/08.
 
Der FAO-Lebensmittelpreisindex ist im Januar um 1,9 Prozent gegenüber dem Vormonat auf 182,7 Punkte gefallen. Dieser Abwärtstrend hält schon seit April 2014 an. Der Index bildet die Preisentwicklung von Agrarrohstoffen wie Milch, Fleisch, Getreide und Ölsaaten ab.
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