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Frankreich mit mehr Wintergerste, Weizen und Soja

von , am
12.06.2015

Bestätigt wird von Agreste eine deutlich Ausweitung der Winterweizen- und der Durum-Fläche. Gleichzeitig wurden deutlich mehr Soja und Eiweißpflanzen (Erbsen, Bohne) angebaut als 2014.

© Mafied/aboutpixel.de
 
In Frankreich wird die Rapsernte 2015 rund 7,5 % kleiner als im Jahr 2014. Das meldete Anfang Juni dass französische Landwirtschaftsministerium Agreste und passte zudem die Erntemenge bei Wintergerste nach oben an. Außerdem lieferte Agreste aktualisierte Daten zur Flächen-Entwicklung bei den übrigen Hauptkulturen zur Ernte 2015. Bestätigt wird von Agreste eine deutlich Ausweitung der Winterweizen- und der Durum-Fläche. Gleichzeitig wurden deutlich mehr Soja und andere Eiweißpflanzen (Erbsen, Bohne) angebaut als 2014. Eingeschränkt wurden hingegen die Flächen bei Körnermais, Sonnenblumen und bei Sommergerste.
 
Rapsernte wird deutlich kleiner als 2014
Bei Raps erwartet Agreste jetzt eine Erntemenge von 5,101 Mio. auf einer Fläche von 1,481 Mio. ha. Die Durchschnittserträge werden nach der aktuellen Einschätzung etwa 34,4 dt je ha liegen. Im vorigen Jahr (2014) ernteten die französischen Landwirte 5,516 Mio. t Raps von eiern größeren Anbaufläche von 1,501 Mio. ha und die Durchschnittserträge lagen bei 35,8 dt/ha und waren damit ebenfalls höher.
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Mehr Wintergerste als 2014
Die neue Wintergertenernte erwartet Agreste bei 8,874 Mio. t und damit 3,7 % größer als im Jahr 2014 mit 8,555 Mio. t. Grund lag für das Produktionswachstum ist eien kräftige Ausweitung der Anbaufläche von 1,243 Mio. ha im Jahr 2014 auf 1,294 Mio. ha im Jahr 2015. Die Erträge werden mit 68,6 dt/ha in etwa auf dem Niveau des Vorjahres von 68,8 dt je ha erwartet.
 
Kräftige Anbauausweitung bei Winterweizen
Für die übrigen Hauptkulturen hat Agreste Anfang Juni noch keine Produktionsschätzungen vorgenommen, jedoch die Anbauflächen für die Ernte 2015 aktualisiert. Dabei ergeben die aktuellen Erhebungen des die französischen Landwirtschaftsministeriums bei Winterweizen (Weichweizen) eine rekordhohe Anbaufläche von 5,146 Mio. ha und damit im Vergleich zum Vorjahr (4,983 Mio. ha) eine weitere Flächenausweitung von 3,3 % bzw. 163.000 ha.
 
Durum-Anbau wächst zweistellig
Die Anbaufläche von Durum (Hartweizen) wurde wegen der sehr hohen Preise und Prämien im Vorjahr besonders kräftig um 12,9 % auf 324.000 ha ausgedehnt von 287.000 ha im Jahr 2014. Auf etwa 98 % der gesamten französischen Durum-Fläche wird „Winter-Hartweizen“ angebaut. Allerdings war im vorigen Jahr auch ein Tiefpunkt beim Durum-Anbau erreicht. So lag die Anbaufläche im Jahr 2010 schon einmal bei 507.000 ha und in den beiden in den Jahren danach deutlich über 400.000 ha. Diese Anbaufläche werden auch 2015 nicht erreicht.
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Deutliche Einschränkung bei Sommergerste
Die Anbaufläche von Sommergerste für die kurz bevorstehende Ernte 2015 gibt Agreste mit 460.000 ha an und damit deutlich um 12,5 % bzw. immerhin 66.000 ha kleiner als 2014 mit 526.000 ha. Damit dürfte auch die französische Braugersten-Produktion deutlich kleiner ausfallen als im Jahr 2014.
 
Körnermais-Fläche schrumpft kräftig
Die französische Anbaufläche von Körnermais (und Saatgut) für die Ernte 2015 gibt Agrerste mit 1.707 Mio. ha an und damit 7,8 % bzw. 144.000 ha kleiner als im Jahr 2014 als die französischen Landwirte auf 1,851 Mio. ha Mais angebaut haben. Die Anbaufläche von Silo- bzw.. Futter-Mais gibt Agreste mit 1,405 Mio. ha an du damit etwa so groß wie im vorigen Jahr mit 1,4122 Mio. ha.
 
Anbau von Sojabohnen wächst, weniger Sonnblumen
Deutlich um knapp 27 % auf 96.000 ha ausgeweitet haben die Franzosen den Anbau von Sojabohnen. Im letzten Jahr lag die Sojafläche nur bei 76.000 ha und im Jahr zuvor sogar nur bei 43.000 ha. Dagegen wurde der Anbau von Sonnenblumensaat um 5,9 % auf 619.000 ha eingeschränkt. Im Vorjahr lag die Sonnenblumen-Fläche bei 657.000 ha. Trotz des Rückgangs ist die Anbaufläche von Sonnenblumen immer noch 6mal größer als die Anbaufläche von Sojabohnen.
 
Ausweitung bei Ackerbohnen und Erbsen
Die Anbaufläche von Eiweißpflanzen wie Ackerbohnen, Erbsen und Lupinen wird von Agreste mit 238.000 ha angegebenen und damit 8,5 % größer als im Jahr 2014 mit 220.000 ha. Den größten Anteil haben dabei Erbsen mit 151.000 ha gefolgt von Ackerbohnen mit 80.000 ha.
 
Dr. Olaf Zinke
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