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Getreide/Ölsaaten: Heftige Preiskorrekturen nach USDA-Report

von , am
11.03.2014

Mit heftigen Preiskorrekturen reagierten die Märkte für Getreide und Ölsaaten auf die neuen Daten des USDA-Reports

© imageteam/fotolia.de
 
Mit heftigen Preiskorrekturen reagierten die Märkte für Getreide und Ölsaaten auf die neuen Daten des USDA-Reports. Dabei dürfte ein Teil der Korrektur auch durch technische Reaktionen der Märkte hervorgerufen worden ein. Immerhin waren die Preise in den letzten Wochen kräftig gestiegen. Am heutigen Dienstag Vormittag (MEZ) lagen die Preise im vorbörslichen elektronischen Handel in den USA für Weizen und Raps bereits wieder im grünen Bereich und für Mais und Soja weiter im Minus. Gleichzeitig waren die fundamentalen Veränderungen an den Markdaten im neuen USDA-Report nicht wirklich gravierend. Und für die neue Ernte 2014 hat das USDA das noch keine Prognose abgegeben.
 
Weizen nach Korrektur schon wieder im Plus
Beim Weizen haben die Kurse in den USA am Ende des gestrigen Handelstages für den am meisten gehandelten Maitermin in Chicago um über 2 % nachgegeben und für den in Kansas gehandelten US-Brotweizen um 1,5 %. Damit kostete der Maikontrakt in Chicago nach dem jüngsten Abschlag von gut 2 % noch 169,86 Euro/t (640,6 Ct/bu) und der Julikontrakt 171,25 (646 Ct/bu). Der in Kansas gehandelte Brotweizen gab für den Mai um 1,5 % auf 188,6 Euro/t (711,2 Ct/bu) nach und für den Julitermin auf 191,2 Euro/t (721,2 Ct/Bu). Im vorbörslichen elektronischen Handel lagen die Weizenpreise in Chicago am Dienstag Vormittag bereits wieder 0,5 % im Plus.
 
Europäischer Weizen bricht heftig ein
Besonders heftig war der der Preisrückgang für den vorderen Termin (März) am europäischen Terminmarkt. Hier stürzten die Weizenpreise für den auslaufenden Märztermin sogar um 3,4 % bzw. knapp 7 Euro auf 208,50 Euro/t nach unten. Der Maikontrakt gab hingegen lediglich um 1,5 % bzw. 3 Euro auf 207 Euro/t nach. Die neue Ernte 2014 (November) kostete mit 197,25 Euro ebenfalls rund 3 Euro weniger als am Vortag und 11,50 Euro weniger als der Märzkontrakt. Der Futterweizen am Terminmarkt in London hatte für den März umgerechnet um 1,50 Euro auf 196,2 Euro/t nachgegeben und für den Mai ebenfalls um 1,50 Euro auf 197,0 Euro/t. Die neue Ernte  2014 (November) kostete in London umgerechnet 185,75 Euro/t und damit knapp 11 Euro weniger als der Märztermin.
 
Mais in den USA unter Druck, in Europa behauptet
Ziemlich kräftig waren in Übersee auch die Preisabschläge beim Mais. Hier gaben die Kurse in Chicago für den Maikontrakt um 2,2 % auf umgerechnet 135,81 Euro (478,2 Ct/bu) nach und für die neue Ernte (Dezember) rutschten die Preise um 1,5 % auf 135,7 Euro/t (478 Ct/bu) ab. In Europa reagierte der Terminmarkt insgesamt deutlich verhaltener als in den USA auf die neuen Daten, zumal das USDA die erwarteten Maisimporte für die EU nochmals um 0,5 Mio. t auf den Rekordwert von 11,0 Mio. t nach oben gesetzt hat. Der Julikontrakt gab in Paris um 1,50 Euro auf 182,50 Euro/t nach und die neue europäisch Maisernte (November) kostete am Ende des Tages 187 Euro/t und damit sogar 5 Euro mehr als die alte Ernte. Im elektronischen vorbörslichen Handel lagen die Maispreise am US-Terminmarkt am Dienstag Vormittag (MEZ) leicht mit 0,5 % im Minus.
 
Starke Korrektur bei Soja
Am stärksten wurden am Montag Abend die Sojapreise nach unten korrigiert. Hier gaben die Notierungen in Chicago für den März und für den Mai um jeweils 2,7  % nach. Am Ende kostete Märzkontrakt noch umgerechnet 376,23 Euro/t (1419,2 Ct/bu) und der Mai 376,10 Euro (1418,6 Ct/bu). Die neue US-Ernte (November) wurden mit einem Abschlag von knapp 1 % mit 311,88 Euro (1176,4 Ct) gehandelt. Damit liegen die erwarteten Preise für die neue US-Ernte rund 64 Euro oder 17 % unter dem derzeitigen Niveau. Im elektronischen vorbörslichen Handel lagen die Sojapreise am US-Terminmarkt am Dienstag Vormittag erneut im Minus.
 
Neue europäische Rapsernte deutlich billiger
Die Rapspreise in Europa gaben für den vorderen Maitermin lediglich um knapp 3 Euro auf 409 Euro/t nach. Für die neue europäische Rapsernte (August) stürzen die Kurse jedoch um über 10 Euro bzw. 2,7 % auf 366 Euro nach unten. Auch in Kanada gaben die Rapspreise für den März deutlich  um 1,5 % auf 432 CAD (281 Euro) nach. Die neue kanadische Ernte kostete mit 470 CAD (305 Euro) ebenfalls 6 CAD weniger.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkompass
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