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Getreidepreise unter Druck - weniger Kontrakte

von , am
21.07.2014

Bonn - Aktuell stehen die Getreidepreise unter Druck. Grund sind die postiven Aussichten auf die globale Ernte. Die Erzeuger reagieren verhalten. Sie schlossen bis jetzt weniger Kontrakte als im Vorjahr.

Die Weizenpreise fallen weiter. Momentan liegen sie 12 Prozent unter dem Vorjahr. © Rebecca Kopf/agrarheute.com
Nach Darstellung der Agrarmarkt-Informationsgesellschaft, AMI, Bonn tendieren die Getreidenotierungen in Paris und Chicago schwach und üben so Druck auf die Preise am deutschen Kassamarkt aus. Als Grund werden die positiven Aussichten auf die globale Getreideversorgung 2014/15 genannt. Bereits in den vergangenen Wochen hätten die Kassamärkte nach Darstellung der AMI zum Teil deutlich nachgegeben.
 
Das Getreideangebot am Kassamarkt sei derweil sehr überschaubar. Die Erzeuger seien bei Bei rückläufigen Preisen kaum abgabebereit, zumal sie gleichzeitig mit der Ernte beschäftigt sind.

Erzeuger warten auf Ergebnis

Die Erzeuger schlossen im vergangenen halben Jahr aufgrund der Preisschwäche deutlich weniger Kontrakte zur Vermarktung der Getreideernte 2014 ab als im Vorjahr und warten nun auf das Ernteergebnis. Nach Einschätzung des Deutschen Raiffeisenverbandes werden in Deutschland 2014 rund 25,5 Millionen Tonnen (Mio. t) Weizen geerntet und damit knapp zwei Prozent mehr als im Vorjahr. Wintergerste wird mit 8,75 Mio. t wohl vier Prozent mehr eingefahren, wohingegen für Roggen mit einem Rückgang in der Erzeugung um fast ein Fünftel auf 3,8 Mio. t gerechnet wird, berichtet die AMI. 

Erntefortschritt unterschiedlich

Nachdem die Gerstenernte Anfang Juli in vielen Regionen zügig angelaufen ist, haben kräftige Niederschläge die Erntearbeiten nach kurzer Zeit zum Erliegen gebracht, teilt die AMI mit. Mitte Juli sorgten aber hohe Temperaturen und Sonnenschein dafür, dass die Ernte fortgesetzt werden konnte.
 
Vor Beginn der Regenfälle wird berichtet, dass die Gerste mit zufriedenstellenden Erträgen und trocken in die Lager gekommen ist. Im Norden und Osten des Landes war die Gerstenernte Mitte Juli bereits fast abgeschlossen.  
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