Login
News

Große US-Bestände drücken auf Getreidepreise

von , am
01.04.2015

Maßgeblich für die Versorgungsbilanzen bei Getreide und Ölsaaten sind die Veränderungen bei den Lagerbeständen.

© Mühlhausen/landpixel
 
Maßgeblich für die Versorgungsbilanzen bei Getreide und Ölsaaten sind die Veränderungen bei den Lagerbeständen. Das USDA hat am Dienstag auch aktuelle Daten zur Entwicklung US-Lagerbestände veröffentlicht. Diese Daten spiegeln sowohl die Exportdynamik als auch die Verbrauchsentwicklung wider. Im Vorfeld des Reports hatten die wichtigsten US-Analysten in einer Konsensschätzung ihren Einschätzung zur der Bestandsentwicklung und den Versorgungbilanzen abgegeben. Ähnlich wie beim bei der Prognose zur Anbauentwicklung lagen die Analysten diesmal auch bei Beurteilung der Bestandentwicklung zum Teil deutlich daneben. So wurde der Maisbestand zum Stichtag erste März deutlich zu klein eingeschätzt. Im Vergleich zum vorigen Jahr (März 2015) sind die US-Bestände zudem sowohl bei Mais auch bei Soja und Weizen erheblich größer. Bei Mais übersteigt der Bestand zum Stichtag 1ten März den Vorjahreswert um 11 %, bei Soja beträgt der Zuwachs sogar 34 % und bei Weizen immer noch 6 %.
 
Maisbestände größer als von Analysten erwartet
 Beim Mais haben die Bestandsdaten zum Stichtag 1ter März die Märkte überrascht und zu dem kräftigen Preisrückgang am Dienstag beigetragen. In ihrer Konsensschätzung erwarteten die Analysten für den Stichtag 1. März einen US-Maisbestand von 193,3 Mio. t (7.609 Mio. Bu). Das USDA hatte die am 1ten März vorhandenen Maisbestand, dann jedoch nur mit 196,6 Mio. t (7.745 Mio. Bu) angegeben und blieb damit recht deutlich über der Analystenschätzung. Im Vergleich zum März 2014, mit Beständen von 178 Mio. t (7008 Mio. Bu), sind die aktuellen US-Maisbestände am 1. März 2014 sogar 11 % oder 15,3 Mio. t größer. Die US-Endbestände für das noch laufende Wirtschaftsjahr 2014/15 hat das USDA zuletzt auf 45,1 Mio. t geschätzt, nach 31,2 Mio. t im Wirtschaftsjahr 2013/14. Für die nächste Saison 2015/16 erwartete das USDA in seiner Februarprognose Endbestände von 42,8 Mio. t (2.111 Mio. bu).
 
Sojabestände ein Drittel größer als 2014
Die Sojabestände hat das USDA zum Stichtag 1ter März mit 36,2 Mio. t (1.334 Mio. Bu) angegeben und liegt damit etwas unter der Analystenschätzung. Diese hatten die Sojabestände in ihrer Konsensschätzung für den Stichtag 1ter März auf 35,5 Mio. t (1.341 Mio. Bu) geschätzt. Im Vergleich zum März 2014 mit Beständen von 27,0 Mio. t (994 Mio. Bu) wären die aktuellen US-Sojabestände damit rund 34 % oder 9,2 Mio. t größer. Die Soja-Endbestände für das noch laufende Wirtschaftsjahr 2014/15 hat das USDA zuletzt auf 10,5 Mio. t geschätzt, nach 2,5 Mio. t im vorigen Wirtschaftsjahr 2013/14. Für die kommende Saison 2015/16 erwartete das USDA seiner Februarprognose Endbestände von 11,70 Mio. t (430 Mio. Bu).
 
Weizenbestände sind 6 % größer als 2014
Die Weizenbestände hat das USDA zum Stichtag 1ten März mit 30,6 Mio. t (1.124 Mio. Bu) angegeben und damit knapp 2 % kleiner als die Analysten zuvor erwartet hatten. Diese hatten die Weizenbestände in den USA in ihrer Konsensschätzung für den Stichtag 1ten März 2014 auf 31,1 Mio. t (1143 Mio. Bu) geschätzt. Im Vergleich zum März 2014 mit 28,8 Mio. t (1057 Mio. Bu) sind die US-Weizenbestände jedoch 6 % oder 1,8 Mio. t größer. Die Endbestände für das noch laufende Wirtschaftsjahr 2014/15 hat das USDA im März auf 18,8 Mio. t geschätzt, nach 16,1 Mio. t im  vorigen Wirtschaftsjahr 2013/14. Für die kommende Saison 2014/15 erwartete das USDA seiner Februarprognose Endbestände von 20,8 Mio. t (763 Mio. Bu).
 
Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter Markt
{BILD:632108:png} 
 
{BILD:632107:png} 
{BILD:632106:png} 
 
Auch interessant