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Landwirte bauen mehr Weizen und weniger Raps an

von , am
19.05.2015

Die deutschen Landwirte haben den Anbau von Winterweizen und Wintergerste für die Ernte 2015 spürbar ausgeweitet.

© walter dannehl/aboutpixel.de
 
Die deutschen Landwirte haben den Anbau von Winterweizen und Wintergerste für die Ernte 2015 ausgeweitet. Dagegen wurde der Anbau von Winterraps sehr kräftig eingeschränkt und die Fläche bei Roggen blieb fast so groß wie im zurückliegenden Jahr. Bei Sommergetreide (Gerste, Weizen, Hafer) hat die Anbaufläche hingegen kräftig zugenommen und für Körnermais blieb der Anbau für die Ernte 2015 relativ stabil. Zu diesen Ergebnissen kommt das Statistische Bundesamt (Destatis) in einer ersten vorläufigen Hochrechnung der Aussaatfläche auf Basis von Meldungen aus den Bundesländern.
 
Mehr Fläche für Winterweizen und Gerste
Die Anbaufläche von Winterweizen für die Ernte 2015 wird mit 3,25 Mio. ha angegeben. Gegenüber dem zurückliegenden Jahr 2014 wäre dies ein Flächenzuwachs von 3,0 % bzw. 96. 0000 ha. Die stärkste Anbauausweitung beobachtete das Statistische Bundesamt (Destatis) in Brandenburg mit 7 %, in Sachsen-Anhalt mit 4,9 % und in Bayern mit 4,1 %. Für Wintergerste wurde für die Ernte 2015 eine Aussaatfläche von 1,267 Mio. ha ermittelt. Auch dies bedeutet eine Ausdehnung der Anbaufläche um 3,2 % bzw. 40.000 ha.
 
Anbau von Roggen und Körnermais stabil
Den Anbau von Roggen meldet das Statische Bundesamt fast auf dem Niveau des Vorjahres. Mit 624.800 ha war die Roggenfläche  etwa  0,7 % bzw. 4.100 ha kleiner als im Jahr 2014. Die Anbaufläche von Sommergetreide meldet Destatis auf 517.100 ha und damit eine 3,9 % bzw. 20.400 ha größere Fläche als im Jahr 2014.
Bei Körnermais veranschlagt man den Anbau auf 482.000 ha und damit  in etwa auf der Fläche des Vorjahres von 481.300 ha. Bei Silomais gehen die Statistiker derzeit von einer weiteren Anbauausweitung um 2,1 % bzw. 43.500 ha auf 2,134 Mio. ha aus.
 
Rapsanbau wird regional unterschiedlich eingeschränkt
Die Aussaatfläche von Winterraps für die Ernte 2015 war mit 1,302 Mio. ha rund 6,4 % oder 88.400 ha kleiner als im zurückliegenden Jahr. Dabei ging die Anbaufläche in Bayern, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen überdurchschnittlich zurück, während der Anbau in Brandenburg und Mecklenburg sowie in Sachsen relativ moderat eingeschränkt wurde.
 
Einbruch bei Zuckerrüben, etwas weniger Kartoffeln
Einen sehr kräftigen Rückgang von 15,3 % auf 315.500 ha meldet Destatis auch beim Anbau von Zuckerrüben. Der Anbau von Kartoffeln wurde hingegen nur sehr moderat um 1,3 % auf 241.600 ha eingeschränkt und damit sicherlich geringer als erwartet. Eine sehr kräftige Anbauausweitung meldet Destaist hingegen mit der Verdopplung des Erbsenanbaus zur Körnergewinnung auf 84.000 ha.
 
Dr. Olaf Zinke
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