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Lebensmittelpreise auf Sechs-Jahres-Tief

von , am
07.08.2015

Der Lebensmittel-Preisindex der FAO ist im Juli auf den niedrigsten Stand seit September 2009 gefallen.

© FAO
Wie die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) bekannt gab, ging der Index von Juni auf Juli um 1,1 Prozent auf 164,4 Indexpunkte zurück. Im Vergleich zum Juli 2014 sank der Index damit um 19,4 Prozent.
 
Ausschlaggebend für den jüngsten Preisrückgang waren der scharfe Einbruch der Milchpreise und eine erhebliche Verbilligung von pflanzlichen Ölen. Sie glichen das Plus bei Zucker und Getreide mehr als aus. Die Fleischpreise blieben der FAO zufolge stabil.
 
Allein der FAO-Preisindex für Molkereiprodukte gab im Juli gegenüber dem Vormonat um 7,2 Prozent nach. Ursache war die kleinere Importnachfrage aus China, dem Nahen Osten und Nordafrika bei einem hohen Exportangebot aus der Europäischen Union. Pflanzliche Öle verbilligten sich um 5,5 Prozent. Zur Erklärung verwies die FAO auf international sinkende Notierungen für Palmöl aufgrund der höheren Produktion in Südostasien. Zudem schwächeln die Sojapreise angesichts eines sehr großen Exportangebots aus Südamerika und der Aussicht auf eine reichliche globale Marktversorgung 2015/16.
 
Der FAO-Preisindex für Getreide kletterte gegenüber Juni um 2 Prozent, blieb damit aber um 10,1 Prozent und der Vorjahreslinie. Im zweiten Monat in Folge hoben feste Weizen- und Maispreise, teilweise verursacht durch ungünstige Witterungsbedingungen in Nordamerika und Europa, den Index in die Höhe, während die Reispreise weiter fielen.
 
Beim Fleisch glichen sich höhere Forderungen für Rindfleisch mit einem Rückgang bei Schweine- und Schaffleisch aus, während die Preise für Geflügelfleisch stabil waren.
 
Zucker verteuerte sich um 2,5 Prozent gegenüber Juni 2015, vor allem wegen ungünstiger Erntebedingungen in der Haupterzeugerregion in Brasilien.
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