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Märkte reagieren relativ neutral auf USDA-Report

von , am
11.03.2015

Auf die Daten aus dem Februarreport des USDA reagierten die Terminmärkte unmittelbar nach der Veröffentlichung am Terminmarkt in Chicago relativ neutral.

© Gina Sanders/fotolia.de
Auf die Daten aus dem Märzreport des USDA reagierten die Terminmärkte unmittelbar nach der Veröffentlichung am Terminmarkt in Chicago relativ neutral. Beim Weizen lagen die Kurse zunächst ganz leicht im Plus, bei Mais sowie bei Soja und Sojaschrot gaben die Preise moderat nach. In Europa rutschten die Preise für Weizen hingegen leicht ins Minus, während der Mais leicht zulegte und auch der Raps ganz leicht im Plus lag. Einige Zeit nach der Veröffentlichung der neuen USDA-Daten (19:30 MEZ) lagen die Preise für Weizen am Terminmarkt Chicago  dann rund 0,1 % im Minus. Die Maispreise rutschten um 0,6 % nach unten und der Soja gab um 0,8 % nach. Der Weizen am europäischen Terminmarkt verlor bis Handelsschluss rund 1,25 Euro, der Maikontrakt für Raps lag 0,25 Euro im Minus und die neue Rapserernte 0,75 Euro im Plus. Der europäische Mais lag hingegen 1,25 Euro im Plus. Allerdings können sich die Einschätzungen des Marktes zu den neuen Eckdaten im Verlauf des Abends und vor allem in den nächsten Tagen durchaus noch ändern und den Preisen eine andere Richtung geben.
 
Kleinere US-Weizenbestände, noch mehr EU-Exporte
Ursache für die etwas höheren Preise beim Chicago-Weizen waren offenbar die trotz schwacher Exporte stabilen US-Endbestände von 18,8 Mio. t. Die Analysten hatten zuvor einen leichten Anstieg auf 19,0 Mio. t erwartet. Die globalen Endbestände beim Weizen blieben hingegen unverändert bei 197,7 Mio. t. Diese Einschätzung des USDA traf auch die Erwartungen der Analysten. Gleichzeitig hat das USDA die globale Weizenernte bei 725 Mio. t belassen und liegt damit gut 10 Mio. t über dem ebenfalls unveränderten Verbrauch (715 Mio. t) sowie 9 Mio. t über dem Vorjahr (716 Mio. t). Die Weizenernte in der Europäischen Union wurde nicht mehr verändert. Die Erntemengen in Russland, Australien und der Ukraine ließ das USDA ebenfalls unverändert. Für Argentinien blieb die endgültige Erntemenge ebenfalls stabil. Den Weizenexport der Europäischen Union setzte das USDA nochmals um 0,5 Mio. t auf 31,5 Mio. t nach oben und blieb damit nur noch 0,4 Mio. t unter dem Rekord aus dem Vorjahr. Unverändert bei 23,5 Mio. t blieben die Exporterwartungen für Kanada und bei 11 Mio. t blieb die Prognose für die Ukraine. Die Exportmenge für die USA blieb bei 25,0 Mio. t und die die Ausfuhren Australiens schätzt das USDA weiterhin auf 17,5 Mio. t. Unverändert bei 20,0 Mio. t blieb auch die Ausfuhrprognose für Russland. Insgesamt wirken die Weizendaten offenbar relativ neutral.
 
Keine Änderungen an den Sojaernten in Südamerika
Eine Ursache für die etwas schwächeren Preise beim Soja sind die unveränderten  US- Sojabestände von 10,5 Mio. t. Die Analysten hatten eine Abwärtskorrektur der Bestände in den USA wegen der größeren Exporte erwartet. Die globalen Soja-Bestände blieben fast unverändert bei 89,5 t, sind damit aber 35 % größer als im letzten Jahr. Auch die Ernteprognose für Brasilien wurde vom USDA mit 94,5 Mio. t unverändert gelassen. Auch dies ist jedoch ein neuer Produktionsrekord. Für Argentinien blieb die Ernte-Prognose ebenfalls unverändert bei dem neuen Rekordwert von 56,0 Mio. t. Die Importerwartungen China blieben ebenfalls unverändert bei 74 Mio. t. Die Exportmengen Argentiniens und Brasiliens blieben bei Sojabohnen unverändert. Auch die US-Exporte wurden nicht geändert. Insgesamt wirkten die Sojadaten offenbar (trotz leicht bärisch bis neutral.
 
Etwas mehr Mais in Argentinien, kleinere Maisbestände
Eine Ursache für den relativ geringen Preisrückgang beim beim Mais war die über den Analysten-Erwartungen liegende Abwärtskorrektur der US-Maisbestände. Diese wurden um 1,3 Mio. t auf 45,1 Mio. t zurückgenommen, sind damit jedoch noch 14 Mio. t größer als im Vorjahr. Für globalen Maisbestände ging es ebenfalls deutlich um 4,3 Mio. t auf knapp 185,3 Mio. t nach unten. Die globale Maisernte wurde um 1,7 Mio. t auf 990 Mio. t nach unten korrigiert und ist eben so groß wie im letzten Jahr (990 Mio. t). Die Erntemenge in der EU blieb bei 74,2 Mio. t unverändert. Die Maisernte in der Ukraine wurde bei 28,5 Mio. t belassen. für Argentinien rechnet man hingegen  mit 23,5 Mio. t anstelle mit 23,0 Mio. t. Nicht verändert wurde die Maisproduktion für Brasilien mit 75,0 Mio. t. Der Importbedarf der EU blieb mit 8,0 Mio. t ebenso unverändert, wie der Importbedarf Chinas mit 2,5 Mio. t . Insgesamt müssten die Maisdaten eigentlich eher bullisch (Bestandsabbau) wirken die Kurse gaben jedoch leicht nach.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter Markt
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