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Märkte regieren auf USDA-Report mit roten Zahlen

von , am
11.12.2014

Auf die Daten aus dem Dezemberreport des USDA reagierten die Terminmärkte sowohl für Weizen und Mais als auch für Soja und Raps mit nachgebenden Kursen.

© kk artworks/fotolia
 
Auf die Daten aus dem Dezemberreport des USDA reagierten die Terminmärkte sowohl für Weizen und Mais als auch für Soja und Raps mit nachgebenden Kursen. Einige Zeit nach der Veröffentlichung der neuen Daten (19;00 MEZ) lagen die Preise für Weizen am Terminmarkt Chicago rund 1,4 % im Minus. Die Sojapreise rutschten um 1,5 % nach unten und der Mais gab um 0,8 % nach. Der Raps am kanadischen Terminmarkt verlor 0,6 %. Allerdings können sich die Einschätzungen des Marktes zu den neuen Eckdaten im Verlauf des Abends und in den nächsten Tagen durchaus noch ändern und den Preisen eine andere Richtung geben.
 
Ursache für die nachgebenden Preise beim Chicago-Weizen war die vom Markt zuvor nicht erwartete Aufwärtskorrektur der globalen Weizenbestände auf knapp 195 Mio. t. Außerdem wurden die US-Endbestände beim Weizen wegen der schwächeren Export ebenfalls leicht nach oben gesetzt, trafen jedoch exakt die Erwartungen der Analysten. Gleichzeitig hat das USDA die globale Weizenernte um 2,0 Mio. t nach oben korrigiert und liegt damit 10 Mio. t über dem ebenfalls steigenden Verbrauch. Ursache war die Aufwärtskorrektur der Erntemenge in Kanada. Die Weizenernte in der Europäischen Union wurde nicht mehr verändert. Die Erntemengen in Russland und der Ukraine ließ das USDA im Dezemberreport ebenso unverändert wie die Weizenproduktion in den USA, in Australien, Argentinien, Indien und in China. Den Weizenexport der Europäischen Union setzte das USDA nochmals um 1 Mio. t auf 29,0 Mio. t nach oben bliebt damit allerdings weiter unter dem Rekord aus dem Vorjahr. Die Exportmenge für die USA blieb mit 25,5 Mio. t ebenso unverändert wie die Ausfuhren Australiens. Leicht nach oben ging es mit den Ausfuhren für die Ukraine, Kasachstan und Kanada und leicht nach unten für Russland. Insgesamt wirken die Weizendaten offenbar bärisch.
 
Eine Ursache für den Preisrückgang beim Mais war die nicht erwartete Aufwärtskorrektur der globalen Maisernte infolge der nach oben korrigierten Maisernte Chinas. Die globalen Endbestände gingen deshalb ebenfalls etwas nach oben. Das USDA hat die US-Rekordernte mit 366 Mio. t unverändert gelassen. Die US-Endbestände wurden hingegen etwas unter den Novemberwert und auch unter die Analystenschätzung zurückgenommen. Neben der Aufwärtskorrektur der chinesischen Ernte von 214 auf 215,5 Mio. t setzte das USDA auch die Erntemenge in der Europäischen Union von 73,0 auf 73,5 Mio. t nach oben. Die Maisernte in der Ukraine blieb mit 27,0 Mio. t unverändert. Nicht verändert wurde zudem die Maisproduktion für Brasilien und für Argentinien. Der Importbedarf der EU wurde trotz der etwas größeren Ernte mit 6,0 Mio. t nicht verändert, während das USDA den Importbedarf Chinas leicht nach unten korrigierte. Insgesamt wirkten die Maisdaten leicht bärisch.
 
Bei Sojabohnen hat das USDA seine Produktionsschätzung für die riesige neue US-Rekordernte nicht verändert. Unverändert blieben auch die aktuellen Ernteprognosen für Brasilien und Argentinien. Die Endbestände in den USA wurden hingegen wegen der straken Exporte stärker nach unten gesetzt als zuvor von den Analysten erwartet wurde. Die globalen End-Bestände wurden ebenfalls ganz leicht nach unten korrigiert, trafen jedoch fast die Erwartungen der Analysten. Der chinesischen Import von Sojabohnen blieb unverändert bei 74 Mio. t . Die Exportmengen Argentiniens und Brasiliens wurden indessen leicht nach unten korrigiert und für Paraguay und Kanada ging es mit den Ausfuhren leicht nach oben. Dagegen blieben die US-Exporte in etwa auf dem Stand des Vormonats. Dennoch wirkten die Sojadaten offenbar leicht bärisch.
 
Ausführliche Informationen, Länderdaten und Preise zu den einzelnen Märkten finden am Ende der Woche im marktkompass unter den Rubriken Weizen, Mais, Soja, Raps und Gerste.
 
Dr. Olaf Zinke // Readaktionsleiter marktkompass
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