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Mecklenburg-Vorpommern: Gerstenernte kurz vor Abschluss

von , am
04.08.2015

Während die Gerstenerträge in Mecklenburg-Vorpommern kurz vor Abschluss der Ernte besser als zunächst erwartet sind, haben Sturm und Starkregen die Ertragsaussichten bei Mais, Zuckerrüben und Kartoffeln getrübt.

Die Wintergerstenernte in Mecklenburg-Vorpommern steht unmittelbar vor dem Abschluss. © Wladimir Wetzel - Fotolia.com
Die Wintergerstenernte in Mecklenburg-Vorpommern steht unmittelbar vor dem Abschluss und fällt mit einem Durchschnittsertrag von knapp 8,5 t/ha deutlich besser aus als in den Vorjahren. Das teilte das Landwirtschaftsministerium in Schwerin mit.
 
Minister Dr. Till Backhaus wies darauf hin, dass die Gerstenerträge im vergangenen Jahr bei 8,1 t/ha und 2013 bei 7,2 t/ha gelegen hätten. Insofern sei der diesjährige Ertrag in Anbetracht der schlechten Witterungsverhältnisse ein überraschend gutes Ergebnis. Jetzt müsse das Wetter in den nächsten Wochen allerdings mitspielen, da sonst Probleme bei den anderen Kulturen drohten.
 
Verständnis für Nachtschichten
 
Wegen des kühlen und feuchten Frühjahrs, aber auch durch die kurze Trockenheits- und Hitzeperiode Anfang Juli sind nach Angaben des Ministeriums bei den meisten Kulturen keine Höchsterträge zu erwarten. Dafür sei der Krankheitsbefall trotz der jetzt höheren Feuchtigkeit insgesamt gering, müsse aber unter Beobachtung bleiben. "Wir sind insgesamt aufgrund des schlechten Wetters im Verzug. Daher bitte ich die Bevölkerung für die anfallenden Nachtschichten um Verständnis", unterstreicht Backhaus.
 
Hoffnung durch günstige Wachstumsbedingungen
 
Wie das Schweriner Landwirtschaftsministerium weiter erläutert, haben die Rapsbestände durch den Befall mit Rapserdfloh und Kleiner Kohlfliege stark gelitten. Die Ertragsaussichten sind jedoch aufgrund der günstigen Wachstumsbedingungen optimistischer.
 
Sturm und Starkregen hätten regional zu Lagererscheinungen geführt, bei Mais sei es sogar zu Stängelbruch gekommen. Das Ministerium hebt aber hervor, dass die bessere Wasserversorgung die Ertragserwartungen für Mais, Kartoffeln und Zuckerrüben wieder steigen lässt. Auch Ackerfutter und Grünland sähen nach den trockenheitsbedingt schwachen zweiten und dritten Aufwüchsen wieder besser aus.
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