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Mecklenburg-Vorpommern: Schwache Erträge bei Getreide und Raps

von , am
21.07.2015

Laut ersten Ertragsschätzungen von Landwirten in Mecklenburg-Vorpommern wird die Getreide- und Rapsernte 2015 die Spitzenwerte aus dem Vorjahr nicht erreichen. Die Ursachen sind der Schädlingsdruck im vergangenen Herbst, ein trockenes und kaltes Frühjahr sowie die Hitze im Juli.

Durch wechselhaftes Wetter muss der Drusch zudem teilweise unterbrochen werden. © Fotolia.com
Die Landwirte haben ihre ersten Ertragseinschätzungen an das Statistische Amt Mecklenburg-Vorpommern abgegeben. Demnach liegt der durchschnittliche Ertrag von Wintergerste bei 7,1 t/ha. Das sind rund 1 t/ha weniger als im vergangenen Jahr, in dem der Rekordertrag von 8,09 t/ha erzielt wurde. Auch der mehrjährige Durchschnitt von 7,21 t/ha wird derzeit, etwa zur Halbzeit der Ernte im Norden, noch knapp verfehlt.
 
Durchschnittliche Weizenerträge
Für Winterweizen gaben die Landwirte einen voraussichtlichen durchschnittlichen Hektarertrag von 7,7 t/ha an, was dem mittleren Ertragsniveau der vergangenen sechs Jahre entsprechen würde. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr wurde ein Ertragsrekord von 9,07 t/ha erreicht. Der Roggenertrag liegt laut der Schätzungen bei 5,5 t/ha. Für Triticale gehen die Landwirte von einem durchschnittlichen Ertrag von 5,6 t/ha aus, das sind 1,06 t/ha weniger als 2014. Die Erträge von Sommergerste sind mit 5 t/ha besser als der Durchschnitt der vergangenen Jahre von 4,56 t/ha. Für Hafer wurden mit 3,7 t/ha hingegen schlechtere Erträge geschätzt als im sechsjährigen Mittel mit 4,38 t/ha.
 
Die gesamte zu erwartende Getreideernte könnte in diesem Jahr in Mecklenburg-Vorpommern nach ersten Hochrechnungen bei lediglich durchschnittlichen 4 Mio. t liegen, das wären 15 Prozent weniger als im vergangenen Spitzenjahr.
 
Schädlingsbefall drückt auf die Ernteergebnisse
Die jungen Winterrapspflanzen hatten im vergangenen Herbst erheblich mit Schädlingen zu kämpfen. Deswegen wird die diesjährige Ernte den ersten Schätzungen zufolge nur einen Durchschnittsertrag von knapp 3,9 t/ha einbringen - im vergangenen Jahr waren es noch 4,46 t/ha und im sechsjährigen Mittel 3,99 t/ha.
 
Insgesamt wird die Rapsernte nach den ersten amtlichen Ertragsschätzungen bei durchschnittlich 0,9 Mio. t liegen, deutlich weniger als in den vergangenen zwei Jahren mit jeweils 1,1 Mio. t.
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