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Milchquotenbörse: Preise leicht gestiegen

von , am
02.04.2014

Die Quotenpreise auf der 42. Milchquotenbörse sind bundesweit um 1 Cent je Kilogramm gestiegen.

Die Aussichten, die Superabgabe durch den Einspruch wieder zu bekommen, sind ungewiss. © Mühlhausen/landpixel
 
Die Quotenpreise auf der 42. Milchquotenbörse sind bundesweit um 1 Cent je Kilogramm gestiegen. Der Deutsche Bauernverband (DBV) ermittelte für die Aprilbörse 2014 einen gewogenen Durchschnittspreis für Deutschland von 8 Cent je Kilogramm Milch. Aufgrund der hohen Milcherzeugungsmenge und der auch für das letzte Milchquotenjahr 2014/15 drohenden Superabgabe hätten die Marktteilnehmer sehr besonnen reagiert, interpretierte der DBV das Ergebnis. Trotzdem konterkariere die Quotenpreisentwicklung das erklärte Ziel der Politik einer „sanften Landung“.
 
Handelsmenge gestiegen
Im gesamten Bundesgebiet wurden 247.475 Tonnen Quote übertragen. Das entspricht einem Anteil von 0,82 Prozent an der nationalen Referenzmenge in Höhe von 30.318.929 Tonnen Milch, die den deutschen Milchbauern im Quotenjahr 2014/15 zur Verfügung stehen. An der Börse wurde erneut mehr gehandelt, die Menge stieg um 18.541 Tonnen im Vergleich zur Herbstbörse 2013. Insgesamt wurden 251.374 Tonnen Milchquote angeboten und 403.069 Tonnen nachgefragt.
 
Nachfrage übersteigt Angebot
Damit überstieg die Nachfrage das Angebot um 151.695 Tonnen. Die Zahl der Börsenteilnehmer ging um ein Drittel auf 5.409 zurück. 76 Prozent aller Teilnehmer waren erfolgreich, davon 2.340 Anbieter und 1.745 Nachfrager. Allerdings konnten nur 57 Prozent aller Nachfrager bedient werden, teilte der DBV mit.
 
Quote im Westen weiterhin teurer
Im Übertragungsgebiet West wechselte die Quote für 8 Cent je Kilogramm den Besitzer, also 1 Cent je Kilogramm mehr als beim Börsentermin im November 2013. Im Übertragungsgebiet Ost betrug der Preis 5 Cent je Kilogramm, ebenfalls 1 Cent je Kilogramm mehr als beim letzten Börsentermin. Von der bundesweiten Handelsmenge entfielen 207.762 Tonnen auf das Übertragungsgebiet West und 39.713 Tonnen auf das Übertragungsgebiet. (DBV/oz)
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