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Analyse

Nachwachsende Rohstoffe stabil

von , am
02.02.2017

Mit geschätzten 2,7 Mio. ha lag die Anbaufläche für nachwachsende Rohstoffe in Deutschland 2016 auf ähnlichem Niveau wie im Vorjahr.

Grafik Anbauflächen nachwachsender Rohstoffe
Von insgesamt fast 2,7 Mio. ha wurden 2,4 Mio. ha mit Energiepflanzen bestellt, während der Rest der Gewinnung von Industrierohstoffen diente. © FNR

Wie die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) mitteilte, beanspruchte der Anbau von Energiepflanzen zur Erzeugung von Biogas mit 1,45 Mio. ha die größte Fläche beim Anbau nachwachsender Rohstoffe. Das Areal nahm damit gegenüber dem Vorjahr um rund 50.000 ha zu.

Auf etwa zwei Drittel der Fläche wuchs Mais. Auf dem anderen Drittel wurden Gräser, Getreide, Rüben oder Leguminosen für die Biogasgewinnung angebaut. Die mit der Dauerkultur Durchwachsene Silphie bestellte Fläche verdoppelte sich auf insgesamt geringem Niveau von 400 ha auf 800 ha.

Biokraftstoffe sichern knapp 5 % des Kraftstoffverbrauchs in Deutschland. Dafür setzen die deutschen Biokraftstoffhersteller überwiegend auf heimische Pflanzen wie Raps, Getreide und Zuckerrüben, die im vergangenen Jahr auf insgesamt etwa 960.000 ha wuchsen. Davon dienten 760.000 ha der Herstellung von Biodiesel und 200.000 ha von Bioethanol.

Der heimische Anbau zur Gewinnung von Industrierohstoffen bewegte sich weiterhin auf einem stabilen, aber niedrigen Niveau von 269.500 ha. Es dominieren Rapsöl für technische Zwecke mit 122.500 ha sowie Industriestärke mit 108.000 ha. Zuckerrüben für Industriezucker wuchsen auf 16.000 ha und Arznei- und Färbepflanzen auf etwa 12.000 ha. Als erfreulich wertete die FNR, dass der Anbau von Faserpflanzen (Hanf) wieder etwas angestiegen ist.

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