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Nestle bleibt umsatzstärkste Molkerei

© landpixel
von , am
15.07.2014

Das schweizer Unternehmen Nestle belegt im jährlichen Ranking der Rabobank mit einem Umsatz von 21,3 Milliarden Euro weiter Platz 1. Mit dem Deutschen Milchkontor (Platz 13) und Müller (Platz 18) finden sich auch zwei deutsche Molkereien unter den umsatzstärksten der Welt.

31,32 Millionen Tonnen Milch haben deutsche Milchbauern 2014/2015 an Molkereien geliefert. © landpixel
Das schweizer Unternehmen Nestle bleibt mit einem Umsatz von 21,3 Milliarden Euro die weltgrößte Molkerei. Auf Platz zwei und drei folgen die französischen Firmen Danone (15,2 Milliarden Euro) und Lactalis (14,6 Milliarden Euro). Das geht aus dem jährlichen Umsatzranking der Rabobank hervor. 
 
Die erste deutsche Molkerei unter den Top 20 ist die Deutsche Milchkontor (DMK) GmbH mit 5,3 Milliarden Euro Umsatz. Damit ist das Deutsche Milchkontor von Platz 17 im Vorjahr auf Platz 13 in diesem Jahr aufgestiegen.
 
Die zweite Molkerei aus Deutschland, die unter den Top 20 gelistet ist, ist Müller auf Platz 18 mit einem geschätzten Umsatz von 3,8 Milliarden Euro. Im Vorjahr hatte Müller Platz 20 belegt.

Chinesische Molkereien schieben sich nach vorne

Zum ersten Mal hat es die chinesische Molkerei Yili auf Platz 10 des Rabobankrankings geschafft. Hintergrund ist ein beeindruckendes Umsatzplus von 14 Prozent auf 5,7 Milliarden Euro. Auf Rang 14 folgt ein weiterer chinesischer Gigant namens Mengniu. Auch Mengniu verzeichnete den Rabobankzahlen zufolge im Vergleich zum Vorjahr ein immenses Umsatzwachstum von 20 Prozent auf 5,3 Milliarden Euro.

Wie viele Analysten bewertet auch die Rabobank China als wichtigen Wachstumsmarkt.

Milchmarkt wird rauer

Wie die Rabobank berichtet, hatten Mengniu, Whitewave Foods, COFCO und Danone vergangenes Jahr ein Joint Ventures bekanntgegeben. Die chinesische Molkerei Yili wolle eine Partnerschaft mit dem Unternehmen Dairy Farmers of America eingehen. Ein weiteres Joint Venture stehe mit FrieslandCampina und Hiushan an.
 
Diese vereinbarten Partnerschaften decken sich mit der Rabobankthese, dass Fusionen, Beteiligungen und Firmenübernahmen unter den großen Molkereien künftig an Bedeutung zunehmen werden. Denn für die kommenden Jahre rechnet man nicht mit derart großen Wachstumsraten als noch 2008. Auch 2013 sei für die meisten weltweit operierenden Molkereien ein schwieriges Jahr mit stagnierenden Verkaufszahlen in den meisten OECD-Milchmärkten gewesen. 
 
Wer sich geschickt verhalte, könne sich aber weiterhin gut positionieren, so das Fazit.
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