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Russische Getreideernte nach oben korrigiert

von , am
17.07.2015

In Russland ist das Tempo der Getreideernte weiterhin langsamer als 2014. Gleichzeitig sind die bisher gemeldeten durchschnittlichen Getreideerträge höher als im Vorjahr.

© Stefan Rampfel/landpixel
 
In Russland ist das Tempo der Getreideernte weiterhin langsamer als 2014. Gleichzeitig sind die bisher gemeldeten durchschnittlichen Getreideerträge höher als im Vorjahr. Das meldete diese Woche das russische Landwirtschaftsministerium in seinem aktuellen Erntebericht. Vor diesem Hintergrund wurden die Ernteschätzungen für die neue russische Weizen und Gerstenernte zuletzt nach oben gesetzt.
 
Bis zum 13. Juli hatten die russischen Landwirte etwa 13,8 Mio. t Getreide von 3,7 Mio. ha geerntet. Im vorigen Jahr (2014) waren zum gleichen Termin bereits 18,0 Mio. t Getreide und Ölsaaten von etwa 5,1 Mio. ha geerntet. Die bisher abgeerntete Fläche entspricht etwa 7,9 % der insgesamt für 2015 geplanten Erntefläche von etwa 46,8 Mio. ha. Der bisherige Durchschnittertrag lag allerdings bei 3,72 t/ha und war damit gut 5 % höher als Jahr 2014 mit 3,53 t/ha.
 
Rund 10 Mio. t Weizen und 2,2 Mio. t Gerste geerntet
Weizen haben die russischen Landwirte bis zum 13. Juli etwa 9,7 Mio. t von 2,6 Mio. ha geerntet und damit von 9,7 % der vom russischen Landwirtschaftsministerium als Plangröße angegebenen Erntefläche von 26,8 Mio. ha. Der bisherige Durchschnittertrag beim Weizen lag bei 3,76 t/ha. Gerste haben die russischen Landwirte bis zum 13. Juli rund 2,2 Mio. t von 0,57 Mio. ha geerntet. Das waren 6,4 % der offiziell erwarteten Ernte-Fläche von etwa 8,9 Mio. ha. Bei Gerste erreicht der bisherige Durchschnittertrag 3,87 t/ha.
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Weizenernte weiter nach oben geschätzt
Die Juli-Schätzung des USDA zur russischen Weizenernte lag bei 57 Mio.t und damit 2,0 Mio. t höher als noch im Juni. (55 Mio. t). Trotz der deutlich größeren Anbaufläche als im Vorjahr bleibt die erwartete Produktion damit immer noch 2,0 Mio.t unter dem sehr guten Vorjahresergebnis. Im Jahr 2014 ernteten die russischen Landwirte 59,1 Mio. t Weizen.
 
Die Erntefläche (nicht Aussaatfläche) für die Weizenernte 2015 wurde vom USDA zuletzt auf 25,5 Mio. ha geschätzt und damit noch etwas größer als im Juni mit 25,2 Mio. ha und knapp 2,0 Mio. ha größer als zur Ernte 2014 mit nur  23,6 Mio. ha. Die durchschnittlichen Weizenerträge (Sommer und Winterweizen) erwartete das USDA für 2015 jetzt bei 2,24 t/ha, nach einer Prognose von 2,18 t/ha im Juni. Zur Ernte 2014 waren die Weizenerträge mit 2,50 t/ah jedoch deutlich höher.
 
Ernteerwartung bei Gerste auch nach oben korrigiert
Die aktuelle Juli-Schätzung des USDA zur russischen Gerstenernte liegen bei 17,0 Mio. t und damit 0,5 Mio. t höher al im Juni (16,5 Mio. t). Im Jahr 2014 brachten die russischen Landwirte die Riesenernte von 20,0 Mio. t Gerste ein. Die Erntefläche 2015 wurde vom USDA im Juli (wie schon im Juni) bei etwa 8,0 Mio. ha erwartet. Das wären etwa 0,8 Mio. ha weniger als 2014 mit 8,8 Mio. ha.
 
Grund für die kleinere Anbaufläche bei (Sommer) Gerste für die Ernte 2015 ist die kräftigen Expansion des Weizenanbaus. Die durchschnittlichen Gerstenerträge für die Ernte 2015 erwartet das USDA derzeit bei 2,13 t/ha und damit etwas höher als vor vier Wochen (Juni) mit 2,06 t/ha, jedoch niedriger als im letzten Jahr mit 2,27 t/ha.
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Rapsernte deutlich kleiner als 2014
Die russische Rapsernte hat mit rund 119.000 t von 76.800 ha und einem Ertrag von 1,55 t/ha gerade erst begonnen. Die Erntefläche entspricht etwa 7,3 % der offiziell geplanten Erntefläche. Im vorigen Jahr hatten die russischen Landwirte zum gleichen Termin 245,9 Tausend Tonnen Raps von 153.900 ha geerntet, bei Erträgen von 1,6 t/ha. Die aktuelle Schätzung des USDA für die neue russische Rapsernte liegt bei etwa 1,2 Mio. t. du damit niedriger als noch im Juni mit 1,4 Mio. t.
 
Die diesjährige Erntefläche wurde vom USDA auf nur noch 0,95 Mio. ha geschätzt nachdem man im Juni noch von 1,1 Mio. ha ausgegangen war und im Jahr 2014 v sogar von 1,1 Mio. ha Raps geerntet wurde. Im Jahr 2014 brachten die russischen Landwirte immerhin eine Ernte von 1,46 Mio. t ein. Die diesjährigen Rapserträge werden auf 1,26 t/ha geschätzt und damit kleiner als 2014 mit 1,38 t/ha.
 
Dr. Olaf Zinke 
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