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Russland: Reichlich Weizen und Gerste, Exporte sehr hoch

von , am
23.09.2014

In Russland bestätigen die bisherigen Ernteergebnisse bei Weizen und Gerste erneut die Erwartungen an eine sehr große Getreideernte.

© Mühlhausen/landpixel
In Russland bestätigen die bisherigen Ernteergebnisse bei Weizen und Gerste erneut die Erwartungen an eine sehr große Getreideernte. Gleichzeitig bewegen sich die russischen Weizenexporte auf außergewöhnlich hohem Niveau. Die russische Weizenernte war bis zum 22. September zu 75 Prozent abgeschlossen und Gerste war bis zu diesem Termin zu 86 Prozent geerntet. Die russische Maisernte war bis zum 22 . September zu etwa 25 Prozent eingebracht. Das meldete Anfang der Woche das russische Landwirtschaftsministerium aus der laufenden Ernte und zum Export.
 
Getreideernte bereits über der 90 Mio. t-Marke
Bis zum 22. September waren 90,8 Mio. t Getreide von rund 34,9 Mio. ha geerntet. Im letzten Jahr waren zu diesem Termin 74,6 Mio. t Getreide von 33,8 Mio. ha geerntet. Damit war die russische Getreideernte am 22. September rund 22 Prozent oder 16,2 Mio. t größer als im letzten Jahr. Die Erntefläche entspricht bislang 74,8 Prozent der gesamten Erntefläche von (Sommer- und Winterkulturen) 46,7 Mio. ha. Der bisherige Durchschnittertrag lag bei 2,6 t/ha und war damit 18 % höher als im Jahr 2013 mit 2,21 t/ha.
 
Noch ein Viertel des Weizens zu ernten, Rekord möglich
Weizen (Winter- und Sommerweizen) haben die russischen Landwirte bis zum 22. September etwa 54,8 Mio. t (Bunkergewicht) von 19,1 Mio. ha geerntet und damit von 74,4 Prozent der gesamten Ernte-Fläche (25,4 Mio. ha). Der bisherige Durchschnittsertrag lag bei 2,87 t/ha. Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) hat dieErwartungen an die russische Weizenernte im September bei 59,0 Mio. t unverändert zum Augustprognose belassen. Die Exportprognose bei Weizen ließ das USDA mit 22,5 Mio. t ebenfalls unverändert. Im letzten Jahr (2013) ernteten die Russen 52 Mio. t Weizen und exportierten davon 18,5 Mio. t. Der Eigenbedarf Russlands wird derzeit auf 34,5 Mio. t geschätzt, davon sind etwa 21,5 Mio. t Brotweizen.
 
Ernte von Gerste übertrifft Erwartungen
Gerste (Sommer und Wintergerste) ernteten die russischen Landwirte nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums bis zum 22. September rund 19,7 Mio. t (Bunkergewicht) von 8,2 Mio. ha. Das entspricht etwa von 86 Prozent der geplanten Erntefläche von etwa 9,5 Mio. ha. Der Durchschnittsertrag lag bei 2,42 t/ha. Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) hat die russische Gerstenernte im September auf 18,5 Mio. t geschätzt und die Exportprognose lag bei 3,8 Mio. t. Im letzten Jahr (2013) ernteten die Russen 15,4 Mio. t Gerste und exportierten 2,7 Mio. t. Der Eigenbedarf Russlands wird auf etwa 13,8 Mio. t geschätzt.
 
Maisernte peilt ebenfalls Rekord an
Körnermais ernteten die russischen Landwirte nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums bis zum 22. September rund 3,5 Mio. von 0,69 Mio. ha. Das entspricht etwa von 25 Prozent der geplanten Erntefläche von etwa 2,7 Mio. ha. Der Durchschnittsertrag lag bei 5,00 t/ha. Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) hat die Erwartungen an die russische Maisernte im September von 13,0 Mio. t auf 12,5 Mio. t leicht gesenkt. Auch das wäre noch ein neuer Produktionsrekord. Die Exportprognose lag im September bei 3,5 Mio. t. Im letzten Jahr (2013) ernteten die Russen 11,6 Mio. t Mais und exportierten 4,1 Mio. t. Der Eigenbedarf Russlands wird auf etwa 9,0 Mio. t geschätzt, nach 7,5 Mio. t im letzten Jahr.
 
Getreide-Exporte bisher auf Rekordkurs
Für den Zeitraum 1. Juli bis 17. September 2014 melden russische Stellen Getreideexporte von knapp 10 Mio. t. Damit würde der vergleichbare Vorjahreswert von 7,87 Mio. t um 25,7 % übertroffen. Gleichzeitig bedeutet diese Ausfuhrmenge einen in Rekord. Vom 1. Juli bis zum 17. September exportierten die Russen rund 8,6 Mio. t Weizen und 1,05 Mio. t Gerste und 0,18 Mio. t Mais. Im Verlauf des Septembers vom 1ten bis  17ten September erreichten die Ausfuhren einen Umfang von 2,12 Mio. t, davon war 1,73 Mio. t Weizen. Die wichtigsten Abnehmer waren zuletzt die Türkei, Ägypten, der Iran, Südafrika, Israel und Aserbaidschan.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkompass
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