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Russlands Getreide-Exporte schwächen sich ab

von , am
20.01.2015

Seite Mitte Dezember hat sich das Ausfuhrtempo der Russen deutlich abgeschwächt und auch bei den letzten beiden Exportausreibungen den größten Weizenimporteur Ägypten im Januar lagen keine russischen Angebote mehr vor.

© Mühlhausen/landpixel
 
Vom 1ten Juli 2014 bis zum 14ten Januar 2015 haben russische Getreidehändler 21,6 Mio. t Getreide exportiert und damit 31,6 % bzw. 5,2 Mio. t mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres (16,4 Mio. t). Seit Mitte Dezember hat sich das Ausfuhrtempo der Russen jedoch deutlich abgeschwächt und auch bei den letzten beiden Exportausschreibungen den größten Weizenimporteurs Ägypten im Januar lagen keine russischen Angebote mehr vor. Russische Hochrechnungen gehen für den Januar 2015 allenfalls noch von Ausfuhren von 1,5 Mio. t Getreide aus, nach Exporten von 2,8 Mio. t im Dezember. Ab dem 1ten Februar gelten in Russland dann Exportzölle für Weizen.
 
Knapp 17 Mio. t Weizen sind exportiert
Von den bis zum 14ten Januar 2015 abgewickelten Gesamtausfuhren von Getreide waren 16,85 Mio. t Weizen, davon waren etwa 85 % Brotweizen. Hinzu kommen bisher Exporte von 3,26 Mio. t Gerste sowie 1,18 Mio. t Mais. Bis zur angekündigten Regulierung der russischen Exporte lagen die russischen Erwartungen an die Getreideexporte 2014/15 bei etwa 30 Mio. t. Davon entfielen etwa 22 Mio. t bis 23 Mio. t auf Weizen. Im letzten Jahr (2013/14)  exportierten die Russen 18,5 Mio. t Weizen und vor zwei Jahren bei 11,3 Mio. t. Mit Ausfuhren von rund 3 Mio. t rechnete man bei Mais und mit Exporten mehr als 4 Mio. t bei Gerste. Hier lagen die Ausfuhren im vorigen Wirtschaftsjahr (2013/14) bei 4,2 Mio. t (Mais) und bei 2,8 Mio. t (Gerste).
 
Noch 3 Mio. t Weizen für den Weltmarkt
Das USDA hat die insgesamt zu erwarteten russischen Weizenexporte in seinem Januarreport von 22 Mio. t auf 22 Mio. gesenkt (und dafür die Ausfuhren für die EU und die Ukraine nach oben korrigiert). Danach würden nach Einführung der Exportzölle bis zum Ende des Wirtschaftsjahres noch etwa 3 Mio. t russischer Weizen auf den Weltmarkt fließen. Ohne die Wirkung der Exportzölle wären es etwa 5 Mio. t gewesen. Auf die erwarteten Ausfuhren von Mais und Gerste hat die Regelung keinen unmittbaren Einfluss. Hier erwartet das USDA bis zum Ende des Wirtschaftsjahres noch Exporte von 2,8 Mio. t bei Mais und rund 1,0 Mio. t bei Gerste.
 
Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter Markt
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