Login
News

Russlands Getreideernte erreicht 110-Mio.-t-Marke

von , am
21.11.2014

In Russland bestätigt das Landwirtschaftsministerium diese Woche die sehr hohen Erwartungen der Analysten an die russische Getreideernte.

© Mühlhausen/landpixel
In Russland bestätigt das Landwirtschaftsministerium diese Woche die sehr hohen Erwartungen der Analysten an die russische Getreideernte. Allerdings gibt es unter anderem in Sibirien und am Ural wegen des Wintereinbruchs Probleme die noch verbleibenden Flächen abzuernten, meldete gleichzeitig die russische Getreideunion. Gleichzeitig laufen die russischen Weizenexporte weiterhin auf sehr hohem Niveau, auch wenn sich das Tempo zuletzt etwas abgeschwächt hat. Bis zum 18. November haben die russischen Landwirte insgesamt 109,9 Mio. t Getreide (Bunkergewicht) von rund 43,8 Mio. ha geerntet. Die russische Weizenernte war bis zum 18. Oktober zu 97 Prozent abgeschlossen und Gerste war zu 99 Prozent geerntet. Die russische Maisernte war bis zum 18 . November zu etwa 91 Prozent eingebracht.
 
Mehr als 62 Mio. t Weizen geerntet
Weizen (Winter- und Sommerweizen) haben die russischen Landwirte bis zum 18. November etwa 62,2 Mio. t (Bunkergewicht) von 23,9 Mio. ha geerntet und damit von 97,1 Prozent der gesamten Ernte-Fläche (24,6 Mio. ha). Der bisherige Durchschnittsertrag lag bei 2,61 t/ha. Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) hat die russische Weizenernte im November mit 59,0 Mio. t unverändert zur Oktoberprognose belassen. Die Exportprognose bei Weizen ließ das USDA mit 22,5 Mio. t ebenfalls unverändert. Im letzten Jahr (2013) ernteten die Russen 52,1 Mio. t Weizen und exportierten davon 18,5 Mio. t. Der Eigenbedarf Russlands wird derzeit auf 35,0 Mio. t geschätzt, davon sind etwa 13,0 Mio. t Futterweizen.
{BILD:251260:jpg} 
Erntemenge bei Gerste jetzt über 21 Mio. t
Gerste (Sommer und Wintergerste) ernteten die russischen Landwirte nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums bis zum 18. November rund 21,2 Mio. t (Bunkergewicht) von 9,0 Mio. ha. Das entspricht etwa 99,3 Prozent der geplanten Erntefläche von knapp 9,1 Mio. ha. Der Durchschnittsertrag lag bei 2,35 t/ha. Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) hat die russische Gerstenernte im November auf 19,5 Mio. t geschätzt und die Exportprognose lag bei 4,3 Mio. t. Im letzten Jahr (2013) ernteten die Russen 15,4 Mio. t Gerste und exportierten 3,7 Mio. t. Der Eigenbedarf Russlands wird auf etwa 14,3 Mio. t geschätzt.
 
Maisernte in Rekordnähe
Körnermais ernteten die russischen Landwirte nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums bis zum 18. November rund 10,9 Mio. t von 2,4 Mio. ha. Das entspricht etwa 91,4 Prozent der geplanten Erntefläche von etwa 2,6 Mio. ha. Der Durchschnittsertrag lag bei 4,56 t/ha. Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) hat die russische Maisernte im November auf 12,0 Mio. t veranschlagt. Das wäre ein neuer Produktionsrekord. Die Exportprognose lag im November bei 3,0 Mio. t. Im letzten Jahr (2013) ernteten die Russen 11,6 Mio. t Mais (Rekord) und exportierten 4,1 Mio. t. Der Eigenbedarf Russlands wird auf etwa 9,0 Mio. t geschätzt, nach 7,5 Mio. t im letzten Jahr.
 
Getreide-Exporte 40 Prozent höher als 2013
Für den Zeitraum 1. Juli bis 12. November 2014 meldet das russische Landwirtschaftsministerium Getreideexporte von 16,24 Mio. t. Damit wird der vergleichbare Vorjahreswert von 11,68 Mio. t immerhin um 39 % übertroffen. Gleichzeitig bedeutet diese Ausfuhrmenge für diesen Termin einen Rekord. Vom 1. Juli bis zum 12. November exportierten die Russen rund 13,2 Mio. t Weizen sowie 2,2 Mio. t Gerste und 0,66 Mio. t Mais. Vom 1ten bis 12ten November erreichten die Ausfuhren einen Umfang von 1,27 Mio. t, davon war 0,9 Mio. t Weizen. Damit schwächt sich das Exporttempo im November gegenüber dem Vormonat weiter ab, bleibt  im langährigen Vergleich jedoch trotzdem hoch.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkompass
Auch interessant