Login
News

Russland/Ukraine: Getreideexporte auf Hochtouren

von , am
17.03.2014

Aus Russland und der Ukraine werden weiterhin sehr gute Ergebnisse bei Getreideexport gemeldet

© Nightman1965/Fotolia
 
Aus Russland und der Ukraine werden weiterhin sehr gute Ergebnisse beim Getreideexport gemeldet. Das gilt offenbar sowohl für das gesamte bisherige Wirtschaftsjahr als auch für die letzten Wochen. Nach offiziellen Angaben hat Russland vom 1. Juli bis 12. März insgesamt 19,355 Mio. t Getreide exportiert. Im Vergleich zum letzten Jahr ist dies eine Zunahme von 38,9 %. Die Ausfuhren der Ukraine erreichten nach offiziellen Angaben sogar einen Umfang von 25,66 Mio. t und übertreffen das Vorjahresergebnis damit um 37,5 %.
 
Russland exportiert vor allem Weizen
Der Anteil von Weizen an Russlands Gesamtausfuhren liegt bei 74 % oder 14,293 Mio. t meldet das russische Landwirtschaftsministerium. Für das gesamte Wirtschaftsjahr bis zum Juni schätzten Analysten das russische Ausfuhrpotential bei Weizen auf etwa 17,5 Mio. t, was noch einer verbleibenden Ausfuhrmenge von gut 3,0 Mio. t entspricht. Im letzten Jahr exportierten die Russen gerade einmal 11,2 Mio. t Weizen.
 
Russen (ebenfalls) mit Ausfuhrrekord bei Mais
Neben dem Weizen exportierte Russland jedoch auch 2,776 Mio. t Mais und 2,05 Mio. Gerste. Für das gesamte Wirtschaftsjahr erwartet man russische Maisausfuhren von etwa 3,0 Mio. t und der mögliche Gerstenexport wird auf 2,5 Mio. t geschätzt. Bei Mais bedeutet jedoch schon die bisherige Ausfuhrmenge einen neuen Rekord. In den ersten 14 Tagen im März haben die Russen insgesamt 523.000 t Getreide exportiert. Davon waren 212.000 t (40 %) Weizen, 263.000 t Mais und 44.000 t Gerste.
 
Ukrainische Maisausfuhren dominieren
Die ukrainische Gesamtausfuhr besteht im bisherigen Wirtschaftsjahr zu 72 % bzw. 15,84 Mio. t aus Mais. Allein im Februar hat die Ukraine rund 2,0 Mio. t Mais exportiert. Im geamten letzten Wirtschaftsjahr exportierte die Ukraine 12,7 Mio. t Mais. Diese Ausfuhrmenge war Mitte März längst um etwa 3,0 Mio. t übertroffen. Bis zum Ende des Wirtschaftsjahres erwarteten Analysten ukrainische Maisaufuhren von insgeamt 18,5 Mio. t. Damit wären in den verbleibenden Wochen des laufenden Wirtschaftsjahres noch Exporte von knapp 3,0 Mio. t möglich.
 
Weizenexporte der Ukraine zuletzt etwas langsamer
Die ukrainischen Weizenexporte erreichten für den Zeitraum vom 1. Juli bis bis 14 März nach den Angaben des Landwirtschaftsministeriums 7,44 Mio. t (dav. 6.1 Mio. t Brotweizen). Das entspricht etwa 29 % der Gesamtexportmenge. Im letzten Jahr lag die Ausfuhrmenge bei Weizen im gesamten Wirtschaftjahr bei 7,2 Mio. t und ist damit bereits übertroffen. Für dieses Wirtschaftsjahr halten Analysten eine Ausfuhrmenge von etwa 10,00 Mio. t für möglich. Damit wären theoretisch noch Exporte von 2,5 Mio. t Weizen möglich. (Im Februar lag die Ausfuhrmenge bei Weizen allerdings nur bei 287.000 t). Die Exporte von Gerste belaufen sich bis zum 14. März auf 2,15 Mio. t, bei  erwarteten Gesamtausfuhren von 2,5 Mio. t.
 
Kaum Getreideexporte über die Krim
Über den wichtigsten Hafen auf der Krim (Sevastopol) exportieren die Ukrainer allerdings kaum Getreide. Das Landwirtschaftsministerium beziffert den Anteil von Sevastopol an den gesamten Getreideexporten auf nur 3,6 %. Den mit Abstand größten Anteil an den ukrainischen Getreideexporten hat mit 58,5 % der am Festland liegende Schwarzmeerhafen Odessa. Am Hafen Nikolaev wurden immerhin noch 32,2 % des Getreides verschifft.
 
Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter marktkompass
Auch interessant