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Sachsen-Anhalt: Mehr Eiweißpflanzen angebaut

von , am
28.07.2015

In Sachsen-Anhalt werden in diesem Jahr rund doppelt so viele Eiweißpflanzen angebaut wie im Vorjahr. Die Landwirte erfüllen damit die Brüsseler Umweltauflagen zum Greening.

In Sachsen-Anhalt werden in diesem Jahr rund doppelt so viele Eiweißpflanzen angebaut wie im Vorjahr. © imago/blickwinkel
Die Landwirte in Sachsen-Anhalt haben in diesem Jahr auf 24.200 ha Eiweißpflanzen angebaut. Wie das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt in Sachsen-Anhalt mitteilt, sind das rund 12.000 ha mehr als im Vorjahr. Grund für die Ausdehnung seien die erstmals zu erbringenden Umweltvorgaben der Europäischen Union im Zuge des Greening.
 
Landwirtschaftsminister Dr. Hermann Onko Aeikens sagte dazu: "Damit erbringen die Landwirte nicht nur wichtige Leistungen zur Verhinderung von Bodenerosion, sondern sie verbessern auch die biologische Vielfalt, so dass Bienen und Hummeln ein besseres Nahrungsangebot vorfinden. Vor allem Leguminosen sind wertvolle Kulturpflanzen." Der Anbau von Leguminosen führe zu einer deutlichen Verbesserung der Bodenstruktur. Weiterhin seien Futterleguminosen wichtig für die Eiweißversorgung der Nutztiere.
 
Auf 46.600 ha wurden in Sachsen-Anhalt Zwischenfrüchte wie Senf oder Gräser gepflanzt. Außerdem wurden 1.074 ha Hecken, Feldgehölze und Baumreihen sowie 957 ha Grasuntersaaten und 808 ha extensive Streifenelemente zum Greening angemeldet. Laut Ministeriumsangaben haben die betroffenen 3.727 sachsen-anhaltinischen Betriebe rund 99.800 ha ökologische Vorrangflächen ausgewiesen. Das sind etwa 8,5 Prozent der 1,17 Mio. ha landwirtschaftlich genutzten Fläche in Sachsen-Anhalt.
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