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Schweineschlachtungen sind rückläufig

von , am
31.07.2014

Von Januar bis Mai wurden in Deutschland erneut weniger Schweine geschlachtet. Die Schlachtung von Importschweine scheint bei gleichbleibenden Preisen nicht mehr lukrativ. Der Export und Konsum stockt.

Es werden hierzulande weniger ausländische Schweine geschlachtet. Die Vermarktung ist nicht mehr lukrativ. © landpixel
In den ersten fünf Monaten wurden in Deutschland 24,1 Millionen Schweine geschlachtet. Damit wird das Vorjahresergebnis um 2,3 Prozent unterschritten. Bis auf den März lagen alle ausgewerteten Monate deutlich unter dem Vorjahresniveau, berichtet die Interessensgemeinschaft Deutscher Schweinehalter in Bezug auf Zahlen der AMI mit. Die Abnahme bei den Schlachtungen aus inländischer Herkunft um über 400.000 Schweine zeigt ein Minus von 1,7 Prozent.
 
Seit März kommen zudem auch deutlich weniger Schlachtschweine aus den Niederlanden nach Deutschland. Der Grund dafür ist, dass es bei gleichen Preisen nicht mehr lukrativ ist, die Tiere nach Deutschland zu vermarkten.
 

Schweinepreis leicht gegenüber 2013 gesunken

Die Schlachtgewichte bewegten sich mit durchschnittlich 94,0 Kilogramm je Schwein 100 Gramm unter den Werten des Vorjahres. Dementsprechend fiel die erzeugte Schweinefleischmenge minimal stärker als die Schlachtzahlen. Trotz der geringeren Produktionsmenge bei Schweinen lag der Schlachtschweinepreis im 1. Halbjahr 2014 mit 1,59 EUR/kg Schlachtgewicht für die Handelsklasse E gut 4 Prozent unter dem Preisniveau des vorangegangenen Jahres.
 

Konsum und Export rückläufig

Die Ursache die gesunkenen Preise ist in der geringeren Fleischnachfrage und dem fehlenden Fleischexport nach Russland zu finden. In den ersten fünf Monaten des aktuellen Jahres wurde 1,8 Prozent weniger Schweinefleisch nachgefragt. Besonders der Handel mit Grillartikeln blieb bei wechselhaftem Wetter hinter den Erwartungen zurück.
 
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