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Staat soll K+S retten

von , am
29.07.2015

Der Salz- und Düngemittelhersteller K+S hofft im Abwehrkampf gegen die drohende Übernahme durch den kanadischen Rivalen Potash auf staatliche Hilfe.

© Werkbild
Der Salz- und Düngemittelhersteller K+S bittet im Übernahmekampf mit dem kanadischen Konzern Potash offenbar bei Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel um Hilfe. Das Bundeswirtschaftsministerium bestätigte gegenüber der Wirtschaftszeitung "Handelsblatt", dass es mehrere Gespräche gegeben habe.
 
Wie die Wirtschaftszeitung weiter berichtet, sei unter anderem diskutiert worden, die staatliche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ins Boot zu holen. Die KfW solle demnach K+S-Aktien kaufen, um eine Sperrminorität gegen Potash aufzubauen. Das sei aber nur möglich, wenn ein übergeordnetes Interesse bestehe. Die KfW und das Wirtschaftsministerium wollten sich gegenüber dem "Handelsblatt" nicht zu den Überlegungen äußern.
 
Die Kanadier wollen 41 Euro je Aktie zahlen. K+S-Chef Norbert Steiner hatte den Übernahmevorschlag zurückgewiesen und angedeutet, dass mindestens 50 Euro je Aktie angemessener wären. Weiterhin fordert K+S auch Zusagen zum Erhalt von Standorten und Arbeitsplätzen.
 
Rückendeckung bekommt K+S derweil vom hessischen Landtag. Demnach sprachen sich die Abgeordneten der grün-schwarzen Regierungskoalition dafür aus, dass K+S seine Unternehmenszentrale in Kassel belässt und unabhängig bleibt.
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