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Trockenheit in Deutschland verschärft sich

von , am
30.06.2015

Das norddeutsche Tiefland verzeichnete gebietsweise nur Niederschlagsmengen von rund 15 l/m² und damit ein erhebliches Niederschlagsdefizit.

© landpixel

 
Der Juni war in Deutschland deutlich zu trocken, meldet jetzt der Deutsche Wetterdienst. Die Trockenheit der vorangegangen Monate verschärfte sich damit weiter. In Süddeutschland bildeten sich jedoch wiederholt Starkregengewitter und die Niederschlagsmengen waren dort vergleichsweise hoch. Mit rund 58 Litern pro Quadratmeter (l/m²) erreichte der Juni knapp 70 Prozent des langjährigen Mittelwertes (85 l/m²).
 
Das norddeutsche Tiefland verzeichnete gebietsweise nur Niederschlagsmengen von rund 15 l/m² und damit ein erhebliches Niederschlagsdefizit. Die Durchschnittstemperatur lag mit 16,0 Grad Celsius (°C) um 0,6 Grad über dem Wert der Referenzperiode 1961 bis 1990. Die Sonne schien im Juni 2015 etwa 197 Stunden. Am sonnigsten war an der mecklenburgischen Küste mit bis zu 260 Sonnenstunden. Am seltensten schien die Sonne im Thüringer Wald sowie im Harz- und Erzgebirgsraum mit gebietsweise nur etwa 170 Stunden.
 
Das Wetter in den Bundesländern im Juni 2015:
(In Klammern stehen die langährigen Mittelwerte)
 
Schleswig-Holstein : Schleswig-Holstein war im Juni mit einer Temperatur von 14,2°C (15,0°C) das kälteste Bundesland. In Quickborn registrierte man an 11 Tagen Bodenfrost. Hinsichtlich des Niederschlags belegte SH im Länderranking mit rund 35 l/m² (69 l/m²) den vorletzten Platz. Die Sonne schien etwa 215 Stunden (225 Stunden).
 
Niedersachsen: Mit jeweils 15,1°C war der Juni 2015 in Niedersachsen (15,4°C) recht kühl. Dazu blieb es mit etwa 37 l/m² (76 l/m²) in Niedersachsen deutlich zu trocken. In Niedersachsen registrierte der DWD rund 195 Stunden Sonne (200 Stunden).
 
Mecklenburg-Vorpommern: Mecklenburg-Vorpommern war im Juni 2015 das zweit kühlste Bundesland: 14,9°C (15,4°C) wurden im Flächenmittel gemessen. Dazu summierte sich die Niederschlagsmenge auf rund 40 l/m² (63 l/m²). Die Sonne schien etwa 211 Stunden (236 Stunden). Besonders viele Sonnenstunden gab es an der Küste, wo Arkona auf 260 Stunden kam.
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Brandenburg: Brandenburg erreichte eine Durchschnittstemperatur von 16,1°C (16,5°C), eine Niederschlagsmenge von rund 45 l/m² (64 l/m²) und eine Sonnenscheindauer von etwa 206 Stunden (225 Stunden).
 
Sachsen-Anhalt: Im Juni 2015 verbuchte Sachsen-Anhalt eine Mitteltemperatur von 16,1°C (16,1°C). Bei einer Niederschlagsmenge von rund 35 l/m² (63 l/m²) schien die Sonne etwa 202 Stunden (205 Stunden).
 
Sachsen: In Sachsen verzeichneten die Wetterstationen des DWD eine mittlere Temperatur von 15,7°C (15,6°C). Während der „Schafskälte“ ging die Lufttemperatur regional bis auf 0,2°C zurück. Der Niederschlag addierte sich auf etwa 67 l/m² (76 l/m²). Damit gehörte Sachsen den Bundesländern mit überdurchschnittlichem Niederschlag. Die Sonnenscheindauer lag bei 196 Stunden (201 Stunden).
 
Thüringen: Im Juni 2015 verzeichnete der DWD in Thüringen eine Temperatur von 15,7°C (14,9°C) und eine Niederschlagsmenge von etwa 57 l/m² (78 l/m²). Mit einer Sonnenscheinausbeute von rund 185 Stunden (194 Stunden) belegte Thüringen den letzten Platz im Länderranking.
 
Nordrhein-Westfalen: Für Nordrhein-Westfalen wurde im Juni 2015 ein Temperaturflächenmittel von 15,7°C (15,4°C) berechnet. Im Zustrom subtropischer Warmluft stiegen die Tageshöchstwerte am 5ten regional auf 30°C und mehr. Die Niederschlagssumme lag nur bei 47 l/m² (84 l/m²), die Sonnenscheindauer bei 212 Stunden (184 Stunden).
 
Hessen: In Hessen wurde im Juni 2015 eine mittlere Temperatur von 15,9°C (15,2°C) gemessen. Die Niederschlagsmenge verfehlte mit etwa 48 l/m² den Durchschnitt (80 l/m²) um 40 Prozent. Die Sonnenscheindauer lag mit etwa 200 Stunden (192 Stunden) etwas über dem Durchschnittswert.
 
Rheinland-Pfalz: Die Temperatur erreichte in Rheinland-Pfalz im Mittel 16,3°C (15,3°C).. Mit einer Sonnenscheindauer von rund 220 Stunden (192 Stunden) war Rheinland-Pfalz das sonnigste Bundesland. Die Niederschlagsmenge betrug etwa 62 l/m² (76 l/m²).
 
Saarland: Das Saarland im Juni 2015 mit 16,8°C (15,6°C) ein warmes und mit rund 215 Stunden (204 Stunden) das zweitsonnigste Bundesland. Die Niederschlagssumme lag zum Monatsende bei rund 40 l/m² (80 l/m²).
 
Baden-Württemberg: Baden-Württemberg war mit 16,8°C (15,1°C) eine recht warme und mit rund 80 l/m² (107 l/m²) eine Region mit überdurchschnittlichen Niederschlägen. Die Sonne schien rund 205 Stunden (202 Stunden).
 
Bayern: In Bayern betrug die Mitteltemperatur 16,4°C (14,9°C) und die Niederschlagsmenge etwa 88 l/m² (112 l/m²). Damit war Bayern das insgesamt niederschlagsreichste Bundesland. Die Sonne schien in Bayern im Mittel rund 195 Stunden (200 Stunden). (DWD/oz)
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