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Ukraine: Reichlich Weizen und Gerste für den Export

von , am
21.10.2014

Die Ergebnisse der ukrainischen Getreideernte fallen deutlich besser aus als im letzten Jahr

© Mühlhausen/landpixel
Die Ergebnisse der ukrainischen Getreideernte fallen deutlich besser aus als im letzten Jahr. Auch die bisherigen Exporte bei Weizen und Gerste übertreffen die Ausfuhrmengen des Vorjahres bislang deutlich. Das ukrainische Wirtschaftsministerium veranschlagte die Gesamternte in einer gemeinsamen Schätzung mit dem Landwirtschaftsministerium Mitte Oktober auf 60,76 Mio. t. Dabei war die Maisernte bis zum 16. Oktober zu 56 % eingebracht, die Ernte von Weizen und Gerste war im Wesentlichen schon im September beendet. Bis zum 16. Oktober erreichte die eingebrachte ukrainische Erntemenge einen Umfang von 50,1 Mio. t. Im letzten lag die Produktion zu diesem Termin bei 45,1 Mio. t und war damit etwa 10 % kleiner.
 
Weizenernte auf etwa 24 Mio. t veranschlagt
Die diesjährige Weizenernte wurde von den ukrainischen Ministerien auf 23,98 Mio. t veranschlagt. Die Erntefläche bei Weizen (Sommer und Winterweizen) lag nach den letzten Angaben bei etwa 6,3 Mio. ha und war damit 0,27 Mio. ha kleiner als 2013 (6,57 Mio. ha). Im Oktober hatte das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) seine Prognose für die ukrainische Weizenernte von zuvor 24,0 Mio. t auf 24,5 Mio. t nach oben korrigiert. Das ukrainische Exportpotential für Weizen veranschlagt das USDA auf 10,9 Mio. t. Im letzten Jahr (2013) hatte man 22,3 Mio. t Weizen geerntet und damit rund 7 % weniger. Exportiert wurden im letzten Jahr 9,65 Mio. t Weizen. Der Eigenbedarf der Ukraine wird auf 12,0 Mio. t geschätzt, davon sind etwa 8 Mio. t Brotweizen.
 
Rund 15 Prozent mehr Gerste
Die diesjährige Gerstenernte wurde von den ukrainischen Ministerien auf 8,99 Mio. t geschätzt. Die Erntefläche bei Gerste (Sommer und Wintergerste) leigt bei etwa 3,2 Mio. ha und war damit ähnlich groß wie 2013 (3,23 Mio. ha). Im Oktober hatte das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) seine Prognose für die ukrainische Gerstenernte von zuvor 9,0 Mio. t auf 9,4 Mio. t nach oben korrigiert. Das ukrainische Exportpotential für Gerste veranschlagte das USDA bislang nur auf 2,7 Mio. t. Im letzten Jahr (2013) hatten die ukrainischen Landwirte mit 7,56 Mio. t rund 15 % weniger Gerste geerntet, jedoch 3,5 Mio. t exportiert. Der Eigenbedarf der Ukraine wird auf 5,4 Mio. t veranschlagt.
 
Maisernte zu 60 % eingebracht
Die diesjährige Maisernte wurde von den ukrainischen Ministerien auf 25,6 Mio. t geschätzt. Bis zum 16. Oktober hatten die Landwirte rund 13,73 Mio. t von 2,6 Mio. ha geerntet. Das entspricht etwa 56 Prozent der geplanten Erntefläche von etwa 4,6 Mio. ha. Der Durchschnittsertrag lag bei 5,21 t/ha. Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) hat die Erwartungen an die ukrainische Maisernte im Oktober von 26,0 Mio. t auf 25,0 Mio. t gesenkt. Die Exportprognose lag im Oktober bei 16,0 Mio. t. Im letzten Jahr (2013) ernteten die Ukrainer die bisherige Rekordmenge von 30,9 Mio. t Mais und exportierten 20,0 Mio. t. Der Eigenbedarf /Verbrauch der Ukraine wird auf etwa 9,4 Mio. t geschätzt, nach 9,9 Mio. t im letzten Jahr.
 
Rekordausfuhren bei Weizen und Gerste
Die diesjährigen Gesamtexporte bei Getreide werden von den ukrainischen Ministerien bei 34,3 Mio. t erwartet. Davon sollen 11,7 Mio. t Weizen, 4,16 Mio. t Gerste und 17,9 Mio. t Mais sein. Diese Mengen liegen zum insbesondere bei Mais und Gerste deutlich über den USDA-Prognosen. Von Juli bis 16. Oktober 2014 erreichten die ukrainischen Getreideexporte einen Umfang von 10,1 Mio. t. Weitere 0,3 Mio. t Mio. t lagern zur Verladung an den Häfen. Dabei exportierten die Ukrainer vom 01. Juli bis 16. Oktober rund 5,95 Mio. t Weizen und 3,1 Mio. t Gerste sowie 0,9 Mio. t Mais.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkompass
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