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Ukrainische Getreideernte größer als erwartet

von , am
21.11.2014

Die Ergebnisse der fast abgeschlossenen ukrainischen Getreideernte sind besser als die staatlichen Stellen Mitte Oktober auf Basis der Erntedaten geschätzt hatten.

© landpixel
Die Ergebnisse der fast abgeschlossenen ukrainischen Getreideernte sind besser als die staatlichen Stellen Mitte Oktober auf Basis der Erntedaten geschätzt hatten. Auch die Exporte übertreffen die Erwartungen. Das ukrainische Wirtschaftsministerium veranschlagte die Gesamternte in einer gemeinsamen Schätzung mit dem Landwirtschaftsministerium Mitte November auf 63,2 Mio. t. Damit ist Ernte nochmals 2,4 Mio. t größer als bei der letzten Prognose Mitte Oktober (60,76 Mio. ). Grund war die über den Erwartungen liegende Maisernte. Bis zum 20. November war die Maisernte zu 93 % eingebracht. Bis zum 20. November erreichte zudem die bis dahin wirklich eingebrachte Erntemenge einen Umfang von 62 Mio. t und die Erntefläche lag bei 14,37 Mio. ha. Im letzten Jahr (2013) lag die Produktion zu diesem Termin bei 59,1 Mio. t und die Erntefläche bei 14,71 Mio. ha.
 
Reichlich Weizen für den Export
Die diesjährige Weizenernte wurde von den ukrainischen Ministerien auf 24,01 Mio. t (Okt: 23,98 Mio. t) veranschlagt. Die Erntefläche bei Weizen (Sommer und Winterweizen) lag nach den letzten Angaben bei etwa 6,3 Mio. ha und war damit 0,27 Mio. ha kleiner als 2013 (6,57 Mio. ha). Im November hatte das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) seine Prognose für die ukrainische Weizenernte bei 24,5 Mio. t belassen. Das ukrainische Exportpotential für Weizen veranschlagt das USDA auf 10,0 Mio. t. Im letzten Jahr (2013) hatte man 22,3 Mio. t Weizen geerntet und damit rund 7 % weniger. Exportiert wurden im letzten Jahr 9,76 Mio. t Weizen. Der Eigenbedarf der Ukraine wird auf 12,0 Mio. t geschätzt, davon sind etwa 4 Mio. t Futterweizen.
 
Gerstenernte rund 15 % größer als 2013
Die diesjährige Gerstenernte wurde von den ukrainischen Ministerien auf 8,99 Mio. t geschätzt. Die Erntefläche bei Gerste (Sommer und Wintergerste) lag bei 3,2 Mio. ha und war damit ähnlich groß wie 2013 (3,23 Mio. ha). Im November hatte das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) seine Prognose für die ukrainische Gerstenernte bei 9,4 Mio. t belassen. Das ukrainische Exportpotential für Gerste veranschlagte das USDA bislang nur auf 2,7 Mio. t. Im letzten Jahr (2013) hatten die ukrainischen Landwirte mit 7,56 Mio. t rund 15 % weniger Gerste geerntet jedoch 3,7 Mio. t exportiert. Der Eigenbedarf der Ukraine wird auf 4,9 Mio. t veranschlagt.
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Maisernte ist größer als erwartet
Die diesjährige Maisernte wurde von den ukrainischen Ministerien mit 28 Mio. t angegeben und damit 2,4 Mio. t größer als noch im Oktober (25,6 Mio. t). Bis zum 20. November hatten die Landwirte rund 25,5 Mio. t von 4,33 Mio. ha geerntet. Das entspricht etwa 93 Prozent der geplanten Erntefläche von 4,6 Mio. ha. Der Durchschnittsertrag lag bei 5,89 t/ha und war höher als vor vier Wochen erwartet (5,21 t/ha). Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) hat die Erwartungen an die ukrainische Maisernte im November von 25,0 Mio. t auf 27,0 Mio. t angehoben. Die Exportprognose lag im November bei 16,5 Mio. t. Im letzten Jahr (2013) ernteten die Ukrainer die bisherige Rekordmenge von 30,9 Mio. t Mais und exportierten 20,0 Mio. t. Der Eigenbedarf der Ukraine wird auf etwa 10,4 Mio. t Mais veranschlagt, nach 9,9 Mio. t im letzten Jahr.
 
Hohe Exporte bei Weizen, Gerste und Mais
Die diesjährigen Gesamtexporte bei Getreide werden von den ukrainischen Ministerien bei 36,38 Mio. t erwartet und damit 2 Mio. t mehr als im Oktober (34,3 Mio. t ). Davon sollen 11,76 Mio. t Weizen sein, 4,16 Mio. t Gerste und 20,24 Mio. t Mais (Okt: 17,9 Mio. t). Diese Mengen liegen sowohl bei Weizen als auch bei Mais und Gerste deutlich über den aktuellen USDA-Prognosen. Von Juli bis 19. November 2014 erreichten die laufenden ukrainischen Getreideexporte einen Umfang von 14,17 Mio. t. Weitere 0,2 Mio. t Mio. t lagern zur Verladung bereits an den Häfen. Dabei exportierten die Ukrainer vom 01. Juli bis 19. November rund 7,2 Mio. t Weizen und 3,3 Mio. t Gerste sowie 3,7 Mio. t Mais.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkompass
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