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US-Bestandsdaten bärisch für Weizen, bullisch für Mais und Soja

von , am
10.03.2015

Diesmal sind die erwarten (leichten) Korrekturen bei den US-Endbeständen für Mais und Soja eher bullisch zu werten, während bei den US-Weizenbeständen wegen der schwachen Exporte eher Korrekturen nach oben erwartet werden (bärsich

Der Weizenpreis sank nochmal um 2 Euro je Tonne. © Mühlhausen/landpixel
 
Maßgeblich für die Versorgungsbilanzen bei Getreide und Ölsaaten sind die Veränderungen bei den Lagerbeständen. Das USDA aktualisiert am Dienstag Abend (10.03.15) auch die Daten zur Entwicklung der Endbestände. Diese Daten spiegeln die Exportdynamik und die Verbrauchsentwicklung wider. Im Vorfeld des Reports haben US-Analysten in einer Konsensschätzung die Endbestände des Wirtschaftsjahres 2014/15 bei Mais, Soja und Weizen weltweit und in den USA geschätzt. Dabei sind die erwarten (leichten) Korrekturen bei den US-Endbeständen für Mais und Soja eher bullisch zu werten, während bei den US-Weizenbeständen (wegen der schwachen Exporte) eher Korrekturen nach oben erwartet werden (bärsich). Bei globalen Weizenbeständen erwarteten die wichtigsten US-Analysten im Märzreport hingegen kaum weitere Korrekturen (neutral) und auch bei Mais und Soja gehen die Analysten für den Märzreport von weitgehend unveränderten globalen Bilanzen aus (neutral).
 
US-Maisbestände etwas kleiner
In ihrer März-Schätzung erwarten die wichtigsten Analysten für das Wirtschaftsjahr 2014/15 US-Endbestandes beim Mais von 46,28 Mio. t (1.822 Mio. Bu) und damit (wegen der starken Exporte) eine ganz leichte Abwärtskorrektur. Das USDA hatte die für das Wirtschaftsjahr 2014/15 erwarteten US-Endbestände beim Mais im Februar-Report auf 46,40 Mio. t (1860 Mio. Bu) geschätzt und damit geringfügig größer als die Analysten. Im Vergleich zum Endbestand des vorigen Wirtschaftsjahres 2013/14 von 33,60 Mio. t (1.232 Mio. Bu) bedeutet die Analystenprognose einen Bestandszuwachs von 38 % bzw. rund 12,7 Mio. t (!!)..Die US-Endbestände bei Mais im Wirtschaftsjahr 2012/13 lagen sogar nur bei 20,9 Mio. t und waren damit nicht einmal halb so groß wie für 2014/15 erwartet.
 
US-Sojabestände leicht nach unten
Im Vergleich zum Februarreport etwas nach unten korrigiert haben die Analysten die US-Endbestände bei Sojabohnen. Grund sind die ungewöhnlich lang anhaltenden starken  US-Exporte. Für das Ende der Saison 2014/15 erwarteten die Analysten einen US-Endbestand bei Sojabohnen von 10,3 Mio. t (379 Mio. bu). Das wäre allerdings immer noch eine Vervierfachung der Endbestände gegenüber  dem Wirtschaftsjahr 2013/14 (2,5 Mio. t) und zudem der größte US-Bestand seit 2006/07. Das USDA hatte in seiner Februar-Prognose ein Anwachsen der Endbestände auf 10,5 Mio. t (385 Mio. Bu) unterstellt. Im Wirtschaftsjahr 2013/14 war der US-Sojabestand auf 2,5 Mio. t geschrumpft.
 
US-Weizenbestände etwas nach oben
Die US-Endbestände beim Weizen haben die Analysten für die Saison 2014/15 etwas nach oben korrigiert. Grund sind die schwächeren Exporte der USA. Mit erwarteten Endbeständen von 18,92 Mio. t (696 Mio. bu) im Wirtschaftsjahr 2014/15, liegen die Analysten geringfügig über der USDA-Prognose vom Februar. Das USD hatte im Februar die Endbestände für 2014/15 auf 18,80 Mio. t (692 Mio. bu) veranschlagt. Die Endbestände für das Wirtschaftsjahr 2013/14 hat das USDA mit 16,04 Mio. t angegeben, nach Endbeständen von 19,5 Mio. t im Wirtschaftsjahr 2012/13.
 
Globale Endbestände fast nicht verändert
Die globalen Endbestände bei Mais setzten die US-Analysten in ihrer März-Schätzung für die neue Saison 2014/15 auf 197,8 Mio. t an. Gegenüber der USDA-Prognose vom Februar mit 197,9 Mio. t bleibt der globale Endbestand damit unverändert. Bei Sojabohnen stimmen die Analystenschätzungen für die globalen Endbestände der Saison 2014/15 mit 89,4 Mio. t ebenfalls gut mit der vorigen Prognose des USDA von 89,3 Mio. t überein. Bei Weizen rechnen die Analysten für den Märzreport ebenfalls nicht mit einer Korrektur der globalen Endbestände nach unten oder nach oben und gehen von 197,8 Mio. t aus. Das USDA hatte die globalen Weizenbestände im Februar auf 197,9 Mio. t geschätzt.
 
Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter Markt
 

 
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