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USA: Schlechteres Soja-Rating, Weizenernte fast beendet

von , am
14.07.2015

In der letzten Woche hat sich das Crop-Rating bei Sojabohnen nochmals etwas verschlechtert, während es beim Mais keine Veränderung zu Vorwoche gab.

© Wirepec/fotolia
 
In den letzten Wochen hatte das Wetter in den Weizen-Anbaugebieten der USA und im Mittelwesten zu einer kontinuierliche Verschlechterung des Crop-Ratings für Weizen, Mais und Soja geführt. In der letzten Woche hat sich das Crop-Rating bei Sojabohnen nochmals etwas verschlechtert, während es beim Mais keine Veränderung zu Vorwoche gab. Zum Abschluss der Sojaaussaat macht das USDA diese Woche keine neuen Angaben mehr Die Winterweizenernte kam hingegen besser voran und erreicht fast den langjährigen Mittelwert. Das Crop-Rating beim Sommerweizen hat sich zudem verbessert. Außerdem hat das USDA am vorigen Freitag die Ernte- und Ertragsschätzungen bei Weizen, Mais und Soja für 2015 aktualisiert.
 
Weizenernte wird größer als 2014
Das USDA hat die erwarteten Erträge bei Winterweizen am vorigen Freitag auf 2,94 t/ha (Vj; 2,87 t/ha) geschätzt und die Produktion auf 39,6 Mio. t Winterweizen. Dazu kommen nach den aktuellen Erwartungen des USDA noch 16,8 Mio. t Sommerweizen sowie gut 2,0 Mio. t Durum und damit insgesamt eine Weizenernte von 58,5 Mio. t. Im vorigen Jahr ernteten die US-Farmer 37,49 Mio. t Winterweizen sowie 16,2 Mio. t Sommerweizen und außerdem 1,4 Mio. t Durum und damit insgesamt nur 55,1 Mio. t Weizen.
 
In der Woche bis zum 12. Juli waren rund 65 % der Winterweizenflächen abgeerntet, im Vergleich zu 55 % in der Vorwoche. Das war jetzt nur noch ein geringfügig langsameres Erntetempo als im vorigen Jahr (67 %) und als im langjährigen Mittel (68 %). Insgesamt entspricht die jetzt abgeerntete Fläche (65 %) etwa 8,7 Mio. ha von insgesamt 13,5 Mio. ha Erntefläche bei Winterweizen.
 
Weizenernte im Süden abgeschlossen
In den Top-Anbaustaaten von Winterweizen (HRW) war die Ernte schon weit fortgeschritten. Ein Crop-Rating gab es diese Woche für Winterweizen nicht mehr. In Texas waren Ende der letzten Woche bereits 95 % (Vj: 97 %) der Flächen abgeerntet, in Oklahoma lag der Erntefortschritt bei 97 % (Vj. 97 %) und in Kansas bei 93 % (Vj . 87 %). Im Nordosten des Landes, in Illinois (Chicago-Weizen), waren 83 % der Weizenernte eingebracht. Beim Sommerweizen wurden vom USDA am 12. Juli 71 % der Bestände als gut oder sehr gut eingestuft und damit 1 Prozentpunkt mehr als in der Vorwoche (70) und eben wie im Jahr zuvor (70).
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Mais: Crop-Rating unverändert, kleinere Erntfläche
Beim Mais stufte USDA Ende der letzten Woche 68 % der Bestände als gut oder sehr gut ein und damit eben so viel wie vor einer Woche (68 %), jedoch 8 Prozentpunkte weniger als im letzten Jahr (76 %). In den drei für die Mais-Produktion ausschlaggebenden Anbaustaaten beurteile man die Maisbestände in Iowa zu 82 % (Vw. 82 %) als gut und sehr gut, in Illinois jedoch nur noch zu 56 % (Vw: 61 %), in Nebraska zu 73 % (Vw: 72 %).
 
Das USDA hatte die Maisfläche (Erntefläche) in seinem Report am vorigen Freitag von 33,06 Mio. ha auf 32,8 Mio. ha (Vj: 33,6 Mio. ha) reduziert und die Erträge bei 10,47 t je ha (Vj: 10,73 t/ha) belassen Die erwartete Erntemenge wurde vom USDA am vorigen Freitag von 346,2 Mio. t auf 343,6 Mio. t reduziert und ist damit deutlich kleiner als im vorigen Jahr mit 361,1 Mio. t.
 
Soja: Crop-Rating verschlechtert, Ernte trotzdem groß
Das USDA stufte am 05. Juli 62 % der US-Soja-Bestände als gut oder sehr gut ein und damit 1 Prozentpunkt weniger als in der Vorwoche (63 %) und sogar 10 Prozentpunkte weniger als im letzten Jahr (72 %). In den drei Top-Anbaustaaten beurteile man die Sojabestände in Illinois zu 48 % (Vw. 52 %) als gut und sehr gut, in Iowa zu 78 % (Vw: 78 %) und in Minnesota zu 78 % (Vw: 78 %).
 
Das USDA hatte die Sojafläche (Erntefläche) in seinem Report am Freitag von 33,87 Mio. ha auf 34,18 Mio. ha (Vj: 33,6 Mio. ha) nach oben gesetzt und die Erträge bei 2,45 t je ha (Vj: 2,49 t/ha) belassen Die erwartete Erntemenge wurde vom USDA am vorigen Freitag von 104,8 Mio. t auf 105,7 Mio. t nach oben gesetzt und ist damit nur wenig kleiner als im vorigen Jahr mit 108,1 Mio. t.
 
Dr. Olaf Zinke
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