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USA: Soja-Aussaat nicht beendet, Weizenernte kommt voran

von , am
07.07.2015

Das extreme Wetter in den USA und die kontinuierliche Verschlechterung des Crop-Ratings für Weizen, Mais und Soja in den USA war eine der wesentlichen Ursachen für die jüngste Preisrallye bei Getreide und Ölsaaten.

© aboutpixel.de
 
Das extreme Wetter in den USA und die kontinuierliche Verschlechterung des Crop-Ratings für Weizen, Mais und Soja in den USA war eine der wesentlichen Ursachen für die jüngste Preisrallye bei Getreide und Ölsaaten. Diese Woche hatten die meisten Analysten eigentlich mit einer weiteren Verschlechterung des Zustands der Mais- und Sojapflanzen in den USA gerechnet.
 
Der aktuelle Crop-Monitoring-Bericht des USDA weist jedoch eine Stabilisierung der Bestände aus und das trockene Wetter der nächsten Tage könnt sogar eine Verbesserung bringen. Für einen Abschluss der Maisausaat auf den bislang überfluteten Flächen ist allerdings zu spät und für die noch nicht beendete Sojaaussaat ist das Zeitfenster sehr eng. Die Winterweizenernte kam zuletzt schneller voran, liegt aber weithin unter dem langjährigen Mittelwert
 
Crop-Rating beim Winterweizen verschlechtert
Eine Verschlechterung des Crop-Ratings beim US-Winterweizen um einen Prozentpunkt brachte am gestrigen Montag Abend (06.07) nach Handelsschluss der Crop-Monitoring-Bericht des USDA. Gleichzeitig hat sich auch das Crop-Rating beim Sommerweizen um zwei Prozentpinkt verschlechtert.
 
Das USDA stufte jetzt 40 % der Winterweizen-Bestände als gut oder sehr gut ein. Das ist ein Prozentpunkt weniger als vor einer Woche (41 %) und 9 Prozentpunkte mehr als im letzten Jahr (2014) als sich wegen einer extremen Trockenheit lediglich 31 % der Bestände in gutem und sehr gutem Zustand befanden.
Beim Sommerweizen wurden vom USDA 70 % der Bestände als gut oder sehr gut eingestuft und damit 2 Prozentpunkte weniger als in der Vorwoche (72) und eben so viel wie im Jahr zuvor (70).
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Weizenernte kommt schneller voran
Von den drei Top-Anbaustaaten von Winterweizen beurteile man die noch nicht abgeernteten Weizenbestände in Texas zu 47 % (Vw: 47) als gut und sehr gut, in Oklahoma zu 30 % (Vw: 29 %), in Kansas zu 33 % (Vw: 32 % ). Insgesamt waren bis zum 05. Juli rund 55 % der Winterweizenflächen abgeerntet, im Vergleich zu 38 % in der Vorwoche. Das war jetzt ein ähnliches Erntetempo wie im vorigen Jahr (55 %) und eine etwas langsamere Ernte als im langjährigen Mittel (59 %).
 
In Texas waren Ende der letzten Woche 87 % (Vj: 84 %) der Flächen abgeerntet, in Oklahoma lag der Erntefortschritt bei 94 % (Vj. 94 %) und in Kansas waren 79 % (Vj . 66 %) der Flächen abgeerntet. Im Nordosten, in Illinois (Chicago-Weizen), waren 69 % der Weizenernte eingebracht, gegenüber 80 % im langjährigen Mittel.
 
Crop-Rating beim Mais unverändert
Beim Mais stufte USDA Ende der letzten Woche 68 % der Bestände als gut oder sehr gut ein und damit eben so viel wie vor einer Woche (68 %), jedoch 7 Prozentpunkte weniger als im letzten Jahr (75 %).
In den drei Top-Anbaustaaten beurteile man die Maisbestände in Iowa zu 82 % (Vw. 83 %) als gut und sehr gut, in Illinois zu 61 % (Vw: 62 %), in Nebraska zu 72 % (Vw: 70 %).
 
Sojaaussaat nicht beendet
Die Sojaaussaat kam witterungsbedingt (Regen) wohl nicht mehr zum Abschluss und war letzte Woche zu 96 % beendet (94 % in der Vorwoche) und liegt damit unter den langjährigen Mittelwert von 100 %. Bezogen auf die erwartete Gesamtaussaatfläche von 34,4 Mio. ha ist die noch nicht bestellte Fläche (4 %) immerhin 1,4 Mio. ha (!!) groß.
 
Das USDA stufte am 05. Juli 63 % der US-Soja-Bestände als gut oder sehr gut ein und damit eben so viel wie in der Vorwoche (63 %) und 9 Prozentpunkte weniger als im letzten Jahr (72 %). In den drei Top-Anbaustaaten beurteile man die Sojabestände in Illinois zu 52 % (Vw. 52 %) als gut und sehr gut, in Iowa zu 78 % (Vw: 78 %), in Minnesota zu 78 % (Vw: 77 %).
 
Dr. Olaf Zinke
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