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USDA bestätigt EU-Rekordausfuhren an Weizen

von , am
10.04.2015

An den europäischen Häfen läuft die Weizenverschiffung bekanntlich auf Hochtouren. Das hat das amerikanische Landwirtschaftsministerium USDA veranlasst, seine Prognose für die EU-Weizenausfuhren 2014/15 von bisher 31,5 Mio. t auf 33,5 Mio. t nach oben zu setzen.

Aktuell hinkt der EU-Weizenexport dem Vorjahr hinterher. © Marvin Siefke/pixelio
Damit vergrößern die europäischen Lieferanten den Abstand zur US-Konkurrenz weiter, die es in der laufenden Vermarktungskampagne wohl nur auf Weizenexporte in Höhe von 24 Mio. t bringen wird. Die Washingtoner Experten begründen die Verschiebung der Kräfteverhältnisse mit dem anhaltend schwachen Euro, der europäischen Weizen auf dem Weltmarkt konkurrenzfähiger gegenüber Überseeware macht. Dazu kommen logistische Vorteile beim Export nach Nordafrika und in den Mittleren Osten. In Frankreich liegen noch größere Mengen Futterweizen, die im südostasiatischen Raum gefragt sind.
 
Nach dem Bericht ist vor dem Bericht
 
Die globale Weizenbilanz hat das USDA in seinem April-Bericht ebenfalls nochmals angepasst, wenn auch nur minimal. So wurde das weltweite Weizenaufkommen um 1,6 Mio. t auf 726, Mio. t nach oben korrigiert. Dem soll ein weltweiter Verbrauch von 715,8 Mio. t gegenüber stehen. Der Angebotsüberschuss wird die Weizenreserven im Saisonverlauf weiter anschwellen lassen, und zwar von 186,6 Mio. t auf 197,2 Mio. t.
 
Am 12. Mai wird das amerikanische Landwirtschaftsministerium erste Zahlen für 2015/16 zum Weizenmarkt auf Länderebene vorlegen. Schon jetzt scheint klar, dass Weizen auch in der kommenden Saison nicht knapp wird. Was das für die Preise an den internationalen Terminmärkten bedeutet, lesen Sie regelmäßig in unserem Börsentelegramm.
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