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USDA drückt Weizenpreise, Mais und Soja etwas schwächer

von , am
10.02.2015

Auf die Daten aus dem Februarreport des USDA reagierten die Terminmärkte unmittelbar nach der Veröffentlichung am Terminmarkt in Chicago bei Weizen mit nachgebenden Kursen.

© agrar-press
 
Auf die Daten aus dem Februarreport des USDA reagierten die Terminmärkte unmittelbar nach der Veröffentlichung in Chicago beim Weizen mit nachgebenden Kursen, beim Mais mit moderaten Preisabschlägen und beim Soja und Sojaschrot mit relativ stabilen Preisen. In Europa gaben die Preise für Weizen ebenfalls etwas nach und auch Mais und Raps rutschten ins Minus. Einige Zeit nach der Veröffentlichung der neuen USDA-Daten (19:30 MEZ) lagen die Preise für Weizen am Terminmarkt Chicago rund 1,5 % im Minus. Die Maispreise rutschten um 1,0% nach unten und der Soja gab um 0,6 % nach. Der Weizen am europäischen Terminmarkt verlor bis Handelsschluss rund 2,25 Euro, Mais und Raps 1,0 Euro. Allerdings können sich die Einschätzungen des Marktes zu den neuen Eckdaten im Verlauf des Abends und vor allem in den nächsten Tagen durchaus noch ändern und den Preisen eine andere Richtung geben.
 
Größere Endbestände beim Weizen, mehr EU-Exporte
Ursache für die nachgebenden Preise beim Chicago-Weizen waren offenbar die vom Markt nicht erwartete Aufwärtskorrektur der globalen Weizenbestände auf knapp 198 Mio. t nach oben. Die Analysten hatten zuvor vielmehr einen Rückgang von 196,0 Mio. t auf 195,8 Mio. t erwartet. Auch die US-Endbestände beim Weizen wurden wegen der schwachen Exporte nochmals leicht nach oben gesetzt und übertrafen mit dem Anstieg geringfügig die Erwartungen der Analysten. Gleichzeitig hat das USDA die globale Weizenernte nochmals um knapp 2,0 Mio. t auf 725 Mio. t nach oben korrigiert und liegt damit gut 10 Mio. t über dem ebenfalls um 1,0 Mio. t größeren Verbrauch (715 Mio. t) sowie 9 Mio. t über dem Vorjahr (716 Mio. t). Die Weizenernte in der Europäischen Union wurde nicht mehr verändert. Die Erntemengen in Russland und Australien ließ das USDA ebenfalls unverändert und für die Ukraine ging es ganz leicht nach oben. Für Argentinien setzte man die endgültige Erntemenge leicht oben ebenso für Kasachstan. Den Weizenexport der Europäischen Union setzte das USDA nochmals um 1 Mio. t auf 31,0 Mio. t nach oben und blieb damit nur noch knapp 1,0 Mio. t unter dem Rekord aus dem Vorjahr. Unverändert bei 23,5 Mio. t blieben die Exporterwartungen für Kanada bei 11 Mio. t blieb die Prognose für die Ukraine. Die Exportmenge für die USA wurde um 0,5 Mio. t auf 25,0 Mio. t nach unten korrigiert ebenso wie die Ausfuhren Australiens um 0,5 Mio. t auf 17,5 Mio. t. Unverändert bei 20,0 Mio. t blieb die Ausfuhrprognose für Russland. Insgesamt wirken die Weizendaten offenbar eher bärisch.
 
Etwas weniger Soja in Brasilien, etwas mehr in Argentinien
Eine Ursache für die behaupteten Preise beim Soja war die über den Analystenerwartungen liegende Abwärtskorrektur der globalen Sojabestände und der Bestände in den USA wegen der größeren Exporte. Die globalen End-Bestände wurden um 1,6 Mio. t auf 89,2 nach unten korrigiert, sind aber dennoch 35 % größer als im letzten Jahr. Auch die Ernteprognose für Brasilien wurde vom USDA um 1,0 Mio. t auf 94,5 Mio. t nach unten gesetzt. Auch dies ist jedoch ein neuer Produktionsrekord. Für Argentinien ging die Ernte-Prognose indessen um 1,0 Mio.t auf den neuen Rekordwert von 56,0 Mio. t nach oben. Der chinesischen Importerwartungen für Sojabohnen blieben unverändert bei 74 Mio. t. Die Exportmengen Argentiniens und Brasiliens blieben bei Sojabohnen ebenfalls unverändert. Dagegen ging es mit den US-Exporten noch einmal leicht nach oben. Insgesamt wirkten die Sojadaten offenbar (trotz der sehr komfortablen Marktversorgung) zunächst leicht bullisch bis neutral.
 
Mehr Mais in der Ukraine und in Argentinien
Eine Ursache für den relativ moderaten Preisrückgang beim Mais war die über den Analysten-Erwartungen liegende Abwärtskorrektur der US-Maisbestände. Diese wurden um 1,2 Mio. t auf 46,4 Mio. t zurückgenommen, sind damit jedoch noch 15 Mio. t größer als im Vorjahr. Für globalen Maisbestände ging es ganz leicht um 0,5 Mio. t auf knapp 190 Mio. t nach oben. Die globale Maisernte wurde hingegen um 3,0 Mio. t auf 991 Mio. t nach oben korrigiert und ist damit 2 Mio. t größer wie im letzten Jahr (989 Mio. t). Die Erntemenge in der EU wurde von 73,96 auf 74,1 Mio. t nach oben gesetzt. Die Maisernte in der Ukraine korrigierte man von 27,0 Mio. t auf 28,5 Mio. t nach oben und für Argentinien rechnet man nun mit 23,0 Mio. t,  anstelle mit 22,0 Mio. t. Nicht verändert wurde die Maisproduktion für Brasilien mit 75,0 Mio. t. Der Importbedarf der EU wurde trotz der etwas größeren Ernte mit 8,0 Mio. t um 1,0 Mio. t nach oben korrigiert, während der Importbedarf Chinas mit 2,5 Mio. t um 0,5 Mio. t nach oben ging. Insgesamt wirkten die Maisdaten zunächst leicht bärisch.
 
Weitere Informationen, Länderdaten und Preise zu den einzelnen Märkten finden im Verlauf der Woche unter den Rubriken Weizen, Mais, Soja, Raps und Gerste.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter Markt
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