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USDA-Report: Weizen gewinnt, Mais und Soja im Minus

von , am
10.10.2014

Mit steigenden Preisen für Weizen sowie behaupteten Kursen für Soja und Mais reagierten Märkte unmittelbar auf die Daten aus dem neuen USDA-Report.

© kk artworks/fotolia
Mit steigenden Preisen für Weizen sowie behaupteten Kursen für Soja und Mais reagierten Märkte unmittelbar auf die Daten aus dem neuen USDA-Report. Kurz nach der Veröffentlichung der neuen Daten am Freitag Abend (18:30 MEZ) stiegen die Preise für Weizen in Chicago um 2,5 %. Die Sojapreise pendelten zunächst seitwärts und die Maispreise veränderte sich kaum. Im Laufe des Abends (19:30) gab der Weizen einen Teil seiner Gewinne wieder ab und Mais und Soja gerieten in Minus. Der Raps am kanadischen Terminmarkt in Winnipeg lag ebenfalls 0,9% im Minus. Wie so oft können sich die Einschätzungen des Marktes zu den neuen Eckdaten im weiteren Verlauf des Abends und in den nächsten Tagen noch deutlich ändern und den Preisen eine andere Richtung geben. Nach deutlichen Veränderungen sieht es derzeit jedoch nicht aus, denn die neuen Daten bestätigen im Wesentlichen die bisherigen Erkenntnisse. Sowohl bei Weizen als auch beim Mais wurden die Ernten nochmals auf neue Rekordwerte nach oben korrigiert und beim Soja beließ das USDA die globale Produktion auf dem bisherigen Rekordstand.
 
Ursache für den Preisanstieg beim Chicago-Weizen war die Abwärtskorrektur der US-Endbestände. Noch deutlicher wurden die globalen Endbestände beim Weizen nach unten gesetzt. Dabei hat das USDA die globale Weizenernte nochmals auf ein neues Rekordniveau nach oben korrgiert. Dahinter standen Aufwärtskorrekturen der Erntemengen in der Europäischen Union sowie in der Ukraine. Die erwartete Ernte in Russland ließ das USDA im Oktober hingegen ebenso unverändert wie die Weizenproduktion in den USA, in Indien und in China. Leicht nach unten korrigiert wurden die Ernten für Kanada, Australien und Argentinien. Damit stützten die neuen Daten zum globalen Weizenmarkt trotz der Aufwärtskorrektur der Produktion offenbar die Preise. Offensichtlich waren die Eckdaten zur Produktion bereits eingepreist. Der Preise für den vorderen Dezemberkontrakt kletterten am Freitag Abend zunächst knapp über die technisch und psychologisch wichtige Marke von 500 Ct/bu (umgerechnet 145 Euro/t).
 
Beim Mais hatte das USDA die für den Herbst erwartete neue US-Rekordernte nochmals um rund 2 Mio. t nach oben gesetzt, verfehlt damit aber den Wert der von Analysten zuvor erwartet wurde. Die globalen Endbestände wachsen ebenfalls nicht so kräftig wie die Analysten geschätzt hatten. Ursache sind Abwärtskorrekturen der Erntemengen in der Ukraine und in Russland. Die erwartete Ernte in der EU hat das USDA im Oktober hingegen kräftig nach oben gesetzt. Die erwartete Maisproduktion für Brasilien blieb unverändert. Der Importbedarf der EU wurde wegen der größeren Ernte deutlich nach unten korrigiert. Die Bestände in den USA wachsen mit der größeren Ernte etwas an, jedoch etwas weniger als die Analysten erwartet hatten. Die Preise für den vorderen Dezemberkontrakt rutschen im Laufe des Abends jedoch wieder unter die technisch wichtige Marke von 340 Ct/bu (umgerechnet 106 Euro/t)
 
Bei Sojabohnen verfehlte das USDA mit seiner nur geringfügig nach oben gesetzten Produktionsschätzung für die riesige neue US-Rekordernte die sehr hohen Erwartungen der Analysten. Unverändert blieben auch die Ernteprognosen für Brasilien und Argentinien. Die Endbestände in den USA wachsen etwas weniger stark als zuvor von den Analysten erwartet wurde. Die globalen End-Bestände wurden indessen im Rahmen der Erwartungen geringfügig nach oben korrigiert. Damit wirken die Sojadaten erst einmal neutral bzw. leicht bärisch, denn meisten neuen Daten waren schon eingepreist oder wurden nicht ganz erreicht. Den Novemberkontrakt der neuen Ernte gaben die Preise am Freitag Abend bis 19:00 um rund 1 % auf 270,6 Euro (930 Ct/bu) nach.
 
Ausführliche Informationen, Länderdaten und Preise zu den einzelnen Märkten finden Sie in der nächsten Woche im marktkompass unter den Rubriken Weizen, Mais, Soja, Raps und Gerste.
 
Dr. Olaf Zinke // Readaktionsleiter marktkompass
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