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USDA/Vorab: Bessere Bilanz bei Soja und Mais, Weizen knapper

von , am
08.05.2014

Die wichtigsten Analystenhäuser haben die Veränderung der Marktversorgung über die Entwicklung der Endbestände bei Weizen, Mais und Soja geschätzt und ausgewiesen

© Mühlhausen/landpixel
 
Im Vorfeld des neuen USDA-Reports haben sich die wichtigsten US-Analystenhäuser auch mit den globalen Versorgungsbilanzen im nächsten Wirtschaftsjahr bei Weizen, Mais und Soja beschäftigt. Dabei wurde wegen Vielzahl der einfließenden Daten nicht im Detail auf die sich verändernden Produktions- und Verbrauchszahlen eingegangen. Vielmehr haben die Analystenhäuser die Veränderung der Marktversorgung über die Entwicklung der Endbestände (Bilanzen) bei Weizen, Mais und Soja geschätzt und ausgewiesen.
 
Weizen: Endbestände schrumpfen etwas
Beim Weizen gehen die Analysten in ihrer Konsensschätzung offenbar von einer relativ guten Ernte 2014 aus. Dennoch könnte der Verbrauch etwas größer ausfallen als die leicht sinkende Produktion und zu einem moderaten Abbau der Weizenbestände im nächsten Jahr führen. Ähnlich hatte sich schon der Internationale Getreiderat (IGC) zur neuen Ernte positioniert und einen vergleichbares Szenario aufgezeigt. Die wichtigsten US-Analysten gehen für die neue Saison 2014/15 bei Weizen von einem Endbestand von 183,7 Mio. t aus nach 185,7 Mio. t im noch laufenden Wirtschaftsjahr 2013/14. Im Wirtschaftsjahr 2012/13 lagen die Endbestände allerdings nur bei knapp 177 Mio. t und die Versorgung war erheblich knapper, da die Verbrauchsmenge die Produktion zu diesem zeitpunkt um rund 22 Mio. t übertraf.
 
Mais: Analysten erwarten komfortable Versorgung
Beim Mais erwarten die Analysten (im Unterscheid zum IGC) für das neue Wirtschaftsjahr 2014/15 jedoch eine leichte Zunahme der globalen Endbestände und damit auch eine Produktion die etwas größer ausfällt als der Verbrauch. Die US-Analysten gehen für die neue Saison 2014/15 bei Mais von einem globalen Endbestand von 160,1 Mio. t aus nach 157,8 Mio. t im noch laufenden Wirtschaftsjahr 2013/14. Im Wirtschaftsjahr 2012/13 (schwache US-Ernte) lagen die globalen Endbestände allerdings nur bei knapp 134 Mio. t. Bei Mais hatte der Internationale Getreiderat (IGC) zur neuen Ernte und der Entwicklung der Endbestände eine völlig andere Einschätzung getroffen. Die IGC-Experten gingen wegen einer schrumpfenden Produktion (Ukraine, USA, Brasilien) und steigender Verbrauchszahlen (China) von einem Abbau der Bestände um fast 8 Mio. t aus.
 
Soja: Deutliche bessere Marktversorgung
Ein sehr kräftiges Anwachsen der Endbestände erwarten die Analysten für das neue Wirtschaftsjahr 2014/15 wegen der größeren Ernten in den USA und in Südamerika bei Sojabohnen. Die US-Analysten gehen in ihrer Konsensschätzung für die neue Saison 2014/15 bei Soja von einem globalen Endbestand von 80,9 Mio. t aus nach 68,7 Mio. t im  noch laufenden Wirtschaftsjahr 2013/14. Im Wirtschaftsjahr 2012/13 (Dürrejahr und schwache US-Ernte) lagen die globalen Endbestände nur bei knapp 57,9 Mio. t. Damit nehmen die Endbestände im nächsten Wirtschaftsjahr wegen der größeren Ernten und komfortableren Marktversorgung um 18 % oder 12,2 Mio. t zu. Im Vergleich zum Wirtschaftsjahr 2012/13 wären die Endbestände sogar 40 % (!!) größer. Sollte sich die Prognose bestätigen, könnten die Preise für Soja (und Raps) noch erheblich unter Druck geraten.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkompass
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