Login
News

USDA/Vorab: Bestandsdaten bärisch für Weizen, bullisch für Mais und Soja

von , am
08.04.2014

Üblicherweise reagieren die Märkte auf Abweichungen der Analysten-Prognosen von den USDA-Daten mit deutlichen Preisausschlägen

Der Weizenpreis sank nochmal um 2 Euro je Tonne. © Mühlhausen/landpixel
 
Das USDA wird am Mittwoch (09.04) neue Daten zur Entwicklung der Lagerbestände bei Mais, Soja und Weizen in der Welt und in den USA veröffentlichen. Diese Daten sind Ausdruck der Exportdynamik und der Verbrauchsentwicklung an den jeweiligen Märkten. Im Vorfeld des Reports haben US-Analysten in einer Konsensschätzung die Lagerbestände Mais, Soja und Weizen in der Welt und in den USA geschätzt. Üblicherweise reagieren die Märkte auf Abweichungen der Analysten-Prognosen von den USDA-Daten mit deutlichen Preisausschlägen.
 
Weizen: Größerer US-Bestand könnte Preise drücken
Größer als im Märzreport des USDA erwarten die Analysten die Weizenbestände in den USA. In ihrer Konsensschätzung gehen die Marktbeobachter von einem US-Endbestand von 15,8 Mio. t (580,8 Mio. Bu) aus. Im Vergleich zur Märzprognose von 15,2 Mio. t (558 Mio. Bu) wären die US-Weizenbestände damit 0,6 Mio. t größer. Ursache ist der zuletzt deutlich schwächere US-Export. Ähnlich groß wie das USDA im März-Report geschätzt hat, erwarten die Analysten jedoch die globalen Weizenbestände. In ihrer Konsensschätzung gehen die Marktbeobachter von einem globalen Endbestand von 183,7 Mio. t aus. Im Vergleich zur USDA-Prognose vom März mit 183,8 Mio. t wären die erwarteten globalen Weizenbestände damit fast unverändert. Der Vorjahreswert von 175,9 Mio. t würde jedoch um knapp 8 Mio. t übertroffen.
 
Mais: Korrektur der US-Bestände nach unten
Für die USA erwarteten die Analysten für das aktuelle Wirtschaftsjahr beim Mais einen Endbestand von 35,65 Mio. t (1403 Mio. Bu). Das USDA hatte in seinem Märzreport noch einen deutlich größeren Endbestand von 36,99 Mio. t (1456 Mio. bu) erwartet und müsste nach Meinung der Analysten am Mittwoch nach unten korrigieren. In ihrer Konsensschätzung haben die US-Analysten die globalen Endbestände beim Mais auf 157,9 Mio. t geschätzt. Damit blieben die Marktbeobachter rund 0,6 Mio. t unter der Prognose des USDA von 158,5 Mio. t, jedoch 23,2 Mio. t über den Beständen aus dem Vorjahr von 134,7 Mio. t.
 
Soja: US-Bestände schrumpfen weiter
Kleiner als im Märzreport erwarten die Analysten in ihrer Prognose die Endbestände bei Soja in den USA. In ihrer Konsensschätzung gehen die Marktbeobachter von einem US-Sojaendbestand von 3,8 Mio. t (139,3 Mio. Bu) aus. Im Vergleich zur Märzprognose mit 3,95 Mio. t (145 Mio. Bu), wären die US-Sojabestände 0,15 Mio. t kleiner und auch der Vorjahreswert (4,2 Mio. t) würde um 0,4 Mio. t verfehlt. Die globalen Endbestände bei Soja haben die wichtigsten US-Analysten in ihrer Konsensschätzung für das aktuelle Wirtschaftsjahr 2013/14 auf 70,3 Mio. t geschätzt. Damit blieben die Analysten 0,3 Mio. t unter der März-Prognose des USDA von 70,6 Mio. t, jedoch 12,5 Mio. t über den Beständen aus dem Vorjahr von 57,8 Mio. t.
 
Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter marktkompass
Auch interessant