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USDA/Vorab: Bestandsdaten für Mais bärisch, Weizen und Soja neutral

von , am
09.10.2014

© agrar-press
Maßgeblich für die Versorgungsbilanzen bei Getreide und Ölsaaten und für die Entwicklung der Preise sind auch im Oktober die Veränderungen bei den Lagerbeständen. Das USDA aktualisiert am Freitag Abend (10.10) auch die Daten zur Entwicklung der Endbestände. Diese Daten spiegeln die aktuelle Exportdynamik, die Verbrauchsentwicklung und die Versorgungsbilanzen wider. Im Vorfeld des Reports haben US-Analysten in einer Konsensschätzung die Endbestände des neuen Wirtschaftsjahres 2014/15 bei Mais, Soja und Weizen in den USA und weltweit geschätzt. Dabei sind die erwarten Korrekturen bei den Endbeständen für Mais in den USA bärisch, während es bei den Sojabeständen (USA und weltweit) wenig Veränderung zum Septemberreport gibt (neutral). Bei den globalen Weizenbeständen werden ebenfalls keine weiteren Veränderungen erwartet.
 
Mais: US-Maisbestände wachsen noch weiter
In ihrer Konsensschätzung erwarten die Analysten für das aktuelle Wirtschaftsjahr ein Anwachsen des US-Endbestandes bei Mais auf 54,1 Mio. t (2130 Mio. Bu). Im Vergleich zum Endbestand für das Wirtschaftsjahr 2013/14 (30,00 Mio. t) wäre dies ein Bestandszuwachs von 80 % bzw. rund 24,1 Mio. t. Das USDA hatte die Endbestände im September-Report für die Saison 2014/15 auf 50,8 Mio. t (2.002 Mio. Bu) geschätzt und damit rund 6 % oder 3,3 Mio. t kleiner. Die US-Endbestände bei Mais im Wirtschaftsjahr 2012/13 lagen sogar nur bei 20,9 Mio. t und waren damit nicht einmal halb so groß wie für 2014/15 erwartet wird.
 
Soja: US-Sojabestände nicht noch größer erwartet
Im Vergleich zum Septemberreport kaum verändert haben die Analysten trotz der noch größeren Ernte die Endbestände bei Sojabohnen. Grund dürfte eine weitere Zunahme der US-Exporte (nach China) sein. Für das Ende der Saison 2014/15 erwarteten die Analysten einen US-Endbestand bei Sojabohnen von 12,85 Mio. t (472 Mio. bu). Das wäre fast eine Vervierfachung der Endbestände aus dem Wirtschaftsjahr 2013/14 und zudem der größte US-Bestand seit 2006/07. Das USDA hatte in seiner September-Prognose ein Anwachsen der Endbestände auf 12,93 Mio. t (475 Mio. Bu) unterstellt ud lag damit sogar etwas höher. Im Wirtschaftsjahr 2013/14 waren der US-Sojabestand auf  nur noch 3,55 Mio. t geschrumpft.
 
Weizen: US-Bestände exportbedingt geringfügig größer
Die US-Endbestände bei Weizen haben die Analysten die Saison 2014/15 nochmals ganz leicht nach oben korrigiert. Grund sind die etwas schwächeren Exporte der USA und ein geringerer Verbrauch von Futterweizen. Mit erwarteten Endbeständen von 19,16 Mio. t (704 Mio. bu) im Wirtschaftsjahr 2014/15 liegen die Analysten geringfügig über der USDA-Prognose vom September. Die USDA-Experten hatten im September die Endbestände für 2014/15 auf 19,00 Mio. t (698 Mio. bu) veranschlagt. Die Endbestände für das Wirtschaftsjahr 2013/14 hat das USDA mit 16,05 Mio. t angegeben, nach Endbeständen von 19,54 Mio. t im Wirtschaftsjahr 2012/13.
 
Globale Endbestände bei Mais größer, Soja und Weizen nicht verändert
Die globalen Endbestände bei Mais setzten die Analysten in ihre Oktober-Schätzung für die neue Saison 2014/15 auf 192,02 Mio. t an. Gegenüber der USDA-Prognose von September mit 189,91 Mio. t ist dies ein Anstieg von rund 2 Mio. t. Bei Sojabohnen liegt die Analystenschätzung für die globalen Endbestände der Saison 2014/15 mit 90,76 Mio. t ebenfalls leicht über der letzten Prognose des USDA mit globalen Endbeständen von 90,17 Mio. t. Bei Weizen rechnen die Analysten im Oktober nicht mit einer Korrektur der globalen Endbestände und gehen weiterhin von 196,3 Mio. t aus. Das USDA hatte die globalen Weizenbestände im September ebenfalls auf 196,38 Mio. t geschätzt.
 
Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter marktkompass
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