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USDA/Vorab: Bestandsdaten könnten Maispreise drücken

von , am
10.11.2014

Das USDA aktualisiert am Montag Abend (10.11) auch die Daten zur Entwicklung der Endbestände.

© Mühlhausen/landpixel
Maßgeblich für die Versorgungsbilanzen bei Getreide und Ölsaaten sowie für die Preise sind die Veränderungen bei den Lagerbeständen. Das USDA aktualisiert am Montag Abend (10.11) auch die Daten zur Entwicklung der Endbestände. Diese Daten spiegeln die aktuelle Exportdynamik, die Verbrauchsentwicklung und die Versorgungsbilanzen wider. Im Vorfeld des Reports haben US-Analysten in einer Konsensschätzung die Endbestände des Wirtschaftsjahres 2014/15 bei Mais, Soja und Weizen in den USA und weltweit geschätzt. Dabei sind die erwarten Korrekturen bei den Endbeständen für Mais in den USA eher bärisch zu werten, während bei den Sojabeständen (USA und weltweit) eher Korrekturen nach unten erwartet werden (bullisch). Bei den Weizenbeständen werden in den USA wegen des schwachen Exportes moderate Aufwärtskorrekturen erwartet, während es global eher etwas nach unten geht (bullisch).
 
US-Maisbestände noch etwas größer
In ihrer November-Schätzung erwarten die Analysten für das Wirtschaftsjahr 2014/15 ein Anwachsen des US-Endbestandes bei Mais auf 54,24 Mio. t (2.135 Mio. Bu). Im Vergleich zum Endbestand für das Wirtschaftsjahr 2013/14 (31,39 Mio. t) wäre dies ein Bestandszuwachs von 73 % bzw. rund 22,85 Mio. t (!!). Das USDA hatte die Endbestände bei Mais im Oktober-Report für die Saison 2014/15 auf 52,87 Mio. t (2.081 Mio. Bu) geschätzt und damit rund 2,5 % oder 1,4 Mio. t kleiner. Die US-Endbestände bei Mais im Wirtschaftsjahr 2012/13 lagen nur bei 20,9 Mio. t und waren damit nicht einmal halb so groß wie für 2014/15 erwartet.
 
US-Sojabestände exportbedingt kleiner
Im Vergleich zum Oktoberreport etwas nach unten korrigiert haben die Analysten trotz der noch etwas größeren Ernte die Endbestände bei Sojabohnen. Grund dürften die ungewöhnlich starken aktuellen US-Exporte sein. Für das Ende der Saison 2014/15 erwarteten die Analysten einen US-Endbestand bei Sojabohnen von 12,03 Mio. t (442 Mio. bu). Das wäre allerdings fast eine Verfünffachung der Endbestände aus dem Wirtschaftsjahr 2013/14 und zudem der größte US-Bestand seit 2006/07. Das USDA hatte in seiner Oktober-Prognose ein Anwachsen der Endbestände auf 12,26 Mio. t (450 Mio. Bu) unterstellt. Im Wirtschaftsjahr 2013/14 war der US-Sojabestand auf 2,5 Mio. t geschrumpft.
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US-Weizenbestände exportbedingt etwas größer
Die US-Endbestände bei Weizen haben die Analysten die Saison 2014/15 etwas nach oben korrigiert. Grund sind die etwas schwächeren Exporte der USA und ein geringerer Verbrach von Futterweizen. Mit erwarteten Endbeständen von 17,96 Mio. t (660 Mio. bu) im Wirtschaftsjahr 2014/15 liegen die Analysten geringfügig über der USDA-Prognose vom Oktober. Die USDA-Experten hatten im Oktober die Endbestände für 2014/15 auf 17,8 Mio. t (654 Mio. bu) veranschlagt. Die Endbestände für das Wirtschaftsjahr 2013/14 hat das USDA mit 16,05 Mio. t angegeben, nach Endbeständen von 19,5 Mio. t im Wirtschaftsjahr 2012/13.
 
Globale Endbestände bei Mais größer, Soja und Weizen kaum verändert
Die globalen Endbestände bei Mais setzten die Analysten in ihre November-Schätzung für die neue Saison 2014/15 auf 192,8 Mio. t an. Gegenüber der USDA-Prognose von Oktober mit 190,59 Mio. t ist dies ein Anstieg von gut 2 Mio. t. Bei Sojabohnen liegt die Analystenschätzung für die globalen Endbestände der Saison 2014/15 mit 90,37 Mio. t ganz leicht unter der letzten Prognose des USDA mit globalen Endbeständen von 90,67 Mio. t. Bei Weizen rechnen die Analysten im November ebenfalls mit einer ganz leichten Korrektur der globalen Endbestände nach unten und gehen von 192,15 Mio. t aus. Das USDA hatte die globalen Weizenbestände im Oktober auf 192,59 Mio. t geschätzt.
 
Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter marktkompass
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