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USDA/Vorab: Bullische Bestandsdaten bei Weizen und Soja?

von , am
10.12.2014

Die Bestandsdaten spiegeln die Exportdynamik, die Verbrauchsentwicklung und die Versorgungsbilanzen wider.

© tom - Fotolia.com
Am Mittwoch Abend (10.12) bringt der Dezember-Report des USDA neue Daten für die globalen Getreide- und Ölsaatenmärkte. Dabei bringt der Dezember-Report nach Einschätzung der meisten Analysten oft keine gravierenden Veränderungen an den globalen Produktionsdaten. Dafür könnte die bisherige Entwicklung der globalen Exporte jedoch die Einschätzungen zu den Versorgungsbilanzen und Lagerbeständen bei Getreide und Ölsaaten verändern und damit auch die Getreidepreise. Die Bestandsdaten spiegeln die Exportdynamik, die Verbrauchsentwicklung und die Versorgungsbilanzen wider. Im Vorfeld des Dezember-Reports haben die wichtigsten US-Analysten in einer Konsensschätzung die Endbestände des laufenden Wirtschaftsjahres 2014/15 bei Mais, Soja und Weizen in den USA und weltweit geschätzt.
 
US-Maisbestände noch etwas größer
In ihrer Dezember-Schätzung erwarten die Analysten für das Wirtschaftsjahr 2014/15 ein Anwachsen des US-Endbestandes bei Mais auf 51,48 Mio. t (2.027 Mio. Bu). Im Vergleich zum Endbestand für das Wirtschaftsjahr 2013/14 (31,39 Mio. t) wäre dies ein Bestandszuwachs von 73 % bzw. rund 20,09 Mio. t (!!). Das USDA hatte die Endbestände bei Mais im November-Report für die Saison 2014/15 auf 51,0 Mio. t (2.008 Mio. Bu) geschätzt und damit rund 1,0 % oder 0,5 Mio. t kleiner. Die US-Endbestände bei Mais im Wirtschaftsjahr 2012/13 lagen nur bei 20,9 Mio. t und waren damit nicht einmal halb so groß wie für 2014/15 erwartet.
 
US-Sojabestände exportbedingt etwas kleiner
Im Vergleich zum November-Report um 0,6 Mio. t nach unten korrigiert haben die Analysten die US-Endbestände bei Sojabohnen. Grund dürften die ungewöhnlich starken aktuellen US-Exporte sein. Für das Ende der Saison 2014/15 erwarteten die Analysten im Dezember einen US-Endbestand bei Sojabohnen von 11,6 Mio. t (427 Mio. bu). Das wäre fast eine Verfünffachung der Endbestände aus dem Wirtschaftsjahr 2013/14 und zudem der größte US-Bestand seit 2006/07. Das USDA hatte in seiner November-Prognose jedoch noch ein  deutlich stärkeres Anwachsen der Endbestände auf 12,24 Mio. t (450 Mio. Bu) unterstellt. Im Wirtschaftsjahr 2013/14 war der US-Sojabestand auf 2,5 Mio. t geschrumpft.
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US-Weizenbestände exportbedingt etwas größer
Die US-Endbestände bei Weizen haben die Analysten für die Saison 2014/15 nochmals etwas nach oben korrigiert. Grund sind die etwas schwächeren Exporte der USA. Mit erwarteten Endbeständen von 17,80 Mio. t (654 Mio. bu) im Wirtschaftsjahr 2014/15 liegen die Analysten allerdings nur geringfügig über der USDA-Prognose vom November. Die USDA-Experten hatten im November-Report die Endbestände für 2014/15 auf 17,52 Mio. t (644 Mio. bu) veranschlagt. Die Endbestände für das Wirtschaftsjahr 2013/14 hat das USDA mit 16,05 Mio. t angegeben, nach Endbeständen von 19,5 Mio. t im Wirtschaftsjahr 2012/13.
 
Globale Endbestände bei Weizen kleiner
Die globalen Endbestände bei Mais setzten die Analysten in ihre Dezember-Schätzung für die neue Saison 2014/15 auf 191,42 Mio. t an. Gegenüber der USDA-Prognose von November mit 191,50 Mio. t ist fast keine Veränderung. Bei Sojabohnen liegt die Analystenschätzung für die globalen Endbestände der Saison 2014/15 mit 89,70 Mio. t etwas unter der letzten Prognose des USDA mit globalen Endbeständen von 90,28 Mio. t. Bei Weizen rechnen die Analysten im Dezember-Report mit einer etwas stärkeren Korrektur der globalen Endbestände nach unten und gehen von 191,75 Mio. t aus. Das USDA hatte die globalen Weizenbestände im November noch auf 192,90 Mio. t geschätzt und damit gut 1,0 Mio. größer.
 
Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter marktkompass
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