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USDA/Vorab: Endbestände bärisch für Soja und Mais, bullisch für Weizen

von , am
09.05.2014

Das USDA wird am Freitag (09.05) neben den Daten zur Entwicklung der globalen Endbestände bei Mais, Soja und Weizen auch Schätzungen zur Entwicklung der Endbestände in den USA (in der aktuellen und der nächsten Saison) veröffentlichen.

© tom - Fotolia.com
 
Das USDA wird am Freitag (09.05) neben den Daten zur Entwicklung der globalen Endbestände bei Mais, Soja und Weizen auch Schätzungen zur Entwicklung der Endbestände in den USA (in der aktuellen und der nächsten Saison) veröffentlichen. In diesen Daten finden sowohl die neuen Ernteschätzungen ihren Ausdruck als auch die Exportdynamik und die Verbrauchsentwicklung an den jeweiligen Märkten. Im Vorfeld des neuen USDA-Reports haben die wichtigsten US-Analysten deshalb in einer Konsensschätzung die Endbestände bei Mais, Soja und Weizen in der aktuellen und der nächsten Saison geschätzt. Oftmals reagieren die Märkte auf größere Abweichungen der Analysten-Prognosen von den neuen USDA-Daten mit deutlichen Preisausschlägen.
 
Weizen: US-Bestände schrumpfen und stützen Preise
Etwas größer als im Aprilreport erwarten die US-Analysten in ihrer Prognose die US-Endbestände bei Weizen im zu Ende gehenden Wirtschaftsjahr 2013/14. In ihrer Konsensschätzung gehen die Marktbeobachter von einem US-Weizenendbestand von 15,96 Mio. t (586,2 Mio. Bu) aus. Im Vergleich zum April mit 15,8 Mio. t (583Mio. Bu) wären die US-Weizenbestände 0,2 Mio. t größer. Ursache ist der zuletzt (wegen der stark gestiegenen Weizenpreise) immer schwächere US-Export. Deutlich kleiner als in diesem Jahr erwarten die Analysten indessen die US-Weizenbestände im kommenden Jahr. Grund ist die ebenfalls kleinere neue US-Weizenernte und die knappe Marktversorgung beim weltweit größten Exporteur. In ihrer Konsensschätzung gehen die Marktbeobachter für das neue Wirtschaftsjahr 2014/15 von einem Rückgang des US-Weizenbestandes bis auf 14,7 Mio. t aus. Im Vergleich zum aktuellen Jahr mit 15,96 Mio. t (586,2 Mio. Bu) wären die US-Weizenbestände 1,3 Mio. t kleiner.
 
Mais: US-Bestände wachsen um ein Viertel
Bei Mais erwarteten die Analysten für das aktuelle Wirtschaftsjahr 2013/14 in den USA einen Endbestand von 33,43 Mio. t (1316 Mio. Bu). Das USDA hatte in seinem Aprilreport noch einen Endbestand von 33,8 Mio. t (1331 Mio. bu) erwartet und müsste nach Meinung der Analysten also nach unten korrigieren. In ihrer Konsensschätzung haben die wichtigsten US-Analysten die Endbestände im neuen Wirtschaftsjahr 2014/15 auf 41,1 Mio. t geschätzt. Obwohl die US-Maisernte nach Meinung der Analysten wohl etwas kleiner werden könnte (späte Aussaat) als im letzten Jahr, wird die Marktversorgung in den USA damit sehr komfortabel. Insgesamt wachsen die US-Bestände um fast 8 Mio. t oder 23 % an und wären sogar doppelt so hoch wie vor zwei Jahren (20,9 Mio. t).
 
Soja: US-Bestände verdoppeln sich
Bei den US-Sojabohnen erwarten die Analysten in ihrer Prognose im noch laufenden Wirtschaftsjahr eine weitere moderate Korrektur der ohnehin sehr knappen Bestände nach unten. Dafür wird der Bestandzuwachs im neuen Wirtschaftsjahr vor dem Hintergrund einer neuen US-Rekordernte gewaltig. Diese Szenario dürfte auch die Preise für Soja (und Raps) in den USA und am Weltmarkt unter Druck setzten. In ihrer Konsensschätzung gehen die Marktbeobachter für das aktuelle Wirtschaftsjahr von einem US-Sojaendbestand von 3,6 Mio. t (132,2 Mio. Bu) aus. Im Vergleich zum April mit 3,67 Mio. t (135 Mio. Bu) wären die US-Sojabestände  damit knapp 0,1 Mio. t kleiner. Die globalen Endbestände im neuen Wirtschaftsjahr 2014/15 schätzten die wichtigsten US-Analysten indessen auf 8,15 Mio. t (299,5 Mio. Bu). Damit würden sich die US-Endbestände innerhalb eines Jahres verdoppeln und auf den höchsten Stand seit 8 Jahren steigen.
 
Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter marktkompass
 
Zur Entwicklung der globalen Endbestände lesen Sie auch:
USDA/Vorab: Bessere Bilanz bei Soja und Mais, Weizen knapper
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