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USDA/Vorab: Korrekturen an der Mais- und Sojaernte

von , am
09.01.2015

Am Montag (12.01) könnte der neue USDA-Report die Märkte und die Preise in Bewegung bringen.

© tom - Fotolia.com
Am Montag (12.01) könnte der neue USDA-Report die Märkte und die Preise in Bewegung bringen. Anders als im Dezember werden im Januar-Report üblicherweise eine ganze Reihe von Änderungen an den Produktionsmengen und den globalen Bilanzen vorgenommen. Zum einen gibt es jetzt relativ genaue Daten zur Ernte 2014 bei  Weizen, Mais und Ölsaaten in Nordamerika, Europa und vom Schwarzen Meer. Zum anderen rückt die Ernte in der südlichen Hemisphäre bei Mais und Soja immer näher und die Produktionsschätzungen werden genauer. Außerdem ist die Weizenernte in Argentinien zu 90 % abgeschlossen und auch in Australien dürfte die Weizenernte zum Ende kommen.
 
Moderate Korrekturen durch das USDA werden von den Analysten im Vorfeld des Januar-Reports an der zurückliegenden Mais- und Sojaernte in den USA erwartet. Dabei schätzen die wichtigsten US-Analystenhäuser im Vorfeld des Reports üblicherweise die erwarteten Veränderungen. Beim Mais von einer moderaten Korrektur der US-Produktion nach unten aus, während die Analysten bei Soja von einer leichten Korrektur der US-Ernte nach oben rechnen.
 
US-Produktion bei Mais etwas kleiner
Beim Mais geht die aktuelle Konsensschätzung der US-Analysten für den Januar-Report von einer leichten Korrektur der US-Ernte nach unten auf 364,3 Mio. t (14.342 Mio. Bu) aus. Das USDA hatte die Produktion im Dezember auf die Rekordmarke von 366,0 Mio. t (14.407 Mio. Bu) geschätzt und damit 0,5 % oder 1,7 Mio. t größer. Im Herbst 2013 ernteten die US-Farmer 353,72 Mio. t Mais. Die Spanne der aktuellen Analysten-Schätzungen lag zwischen 353,9 Mio. t und 369,4 Mio. t und ist weiterhin relativ groß.
 
Die Maiserträge werden von den Analysten unverändert zum Dezember eingeschätzt, während man offenbar die Erntefläche etwas kleiner sieht. Das USDA hat den Maisertrag im Dezember auf 10,83 t/ha (173,4 bu/acres) veranschlagt, nach 9,97 t/ha (158,8 bu) im Jahr 2013. Die Konsensschätzung der Analysten geht ebenfalls von einem Maisertrag von 10,83 t/ha (173,4 bu/acres) aus. Die Spanne der Analysten-Erwartungen bewegt sich zwischen 10,75 t/ha und 11,08 t/ha.
 
US-Ernte bei Soja noch etwas größer
Beim Soja geht die Konsensschätzung der Analysten für den Januar-Report von einer US-Ernte von 107,8 Mio. t (3.962 Mio. Bu) aus und damit von einer Produktion, die geringfügig über der letzten USDA-Schätzung liegt. Das USDA hatte die Produktion im Dezember auf die Rekordmarke von 107,7 Mio. t (3.958 Mio. bu) veranschlagt. Im Herbst 2013 ernteten die US-Farmer 91,3 Mio. t Sojabohnen. Die Spanne der aktuellen Analysten-Schätzungen lag zwischen 104,5 Mio. t und 109,3 Mio. t.
 
Die Erträge werden geringfügig über der letzten USDA-Schätzung erwartet. Das USDA hat den Sojaertrag im Dezember auf 3,019 t/ha (47,5 bu/acres) geschätzt, nach 2,96 t/ha im letzten Jahr. Die Konsensschätzung der Analysten liegt bei 3,20t/ha (47,7 bu/acres) und damit geringfügig höher als das USDA. Die Spanne der Analystenerwartungen liegt bei den Sojaerträgen zwischen 3,14 t/ha und 3,24 t/ha.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter Markt / agrarmanger
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