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Technische Analyse

Mais: Bodenbildung beim Novemberfuture

von , am
29.09.2014

Am europäischen Terminmarkt haben sich die Maispreise im Verlauf der letzten Woche behauptet.

© Gina Sanders/fotolia.de

Am europäischen Terminmarkt haben sich die Maispreise im Verlauf der letzten Woche behauptet. Am Freitag (26.09) kostete der Mais am Terminmarkt in Paris 137,25 Euro und damit 0,5 Euro mehr als am Freitag der Vorwoche mit 136,75 Euro/t, jedoch 3,0 Euro weniger als am Freitag vor zwei Wochen (Vw: 140,25). Am Montag (29.09) startet der Handel am europäischen Terminmarkt mit einem Preisaufschlag von 1,25 Euro auf 138,50 Euro/t. Das Open Interest (also die Summe aller offenen noch nicht glattgestellten Futurespositionen) lag am Freitag bei 13.255 und war damit 11 % niedriger als in der Vorwoche (14.949).
 
Der Preistiefpunkt lag in der letzten Woche bei 130,0 Euro/t. In der Preisspitze stiegen die Maispreise letzte Woche bis auf 137,50 Euro/t. Im Wochendurchschnitt verfehlte der Preis mit 134,65 Euro/t um gut 5 % den gleitenden 20-Tage-Durchschnitt von 142,11 Euro/t und um 13 % den 60-Tage-Durchschnitt von 154,36 Euro/t.
 
Die Preis-Volatilität war letzte Woche mit 27,31 % deutlich größer als in der Woche zuvor mit 17,16 % und auch größer als im Durchschnitt des letzten Monats (21,45 %) sowie deutlich höher als in den letzten drei Monaten (16,3%). Das durchschnittliche tägliche Handelsvolumen der letzten Woche lag bei 226 Tsd Euro und war 24 % höher als in der letzten Woche mit 182 Tsd. Euro und sogar 71 % höher als im Durchschnitt der letzten 20 Handelstage mit 132 Tsd. Euro.
 
Der Relative Stärke Index (RSI), der anzeigt ob ein Markt überkauft der überverkauft ist, ist in der letzten Woche von 10 % auf 45 % gestiegen und zeigt die Erwartung einer Preiserholung an. Bei einem RSI 45 % sind die Bären (Verkäufer) nur noch geringfügig in der Überzahl und die Anzahl der Bullen (Käufer) hat deutlich zugenommen und man geht also eher von steigenden Kursen aus. Fundamental gesehen ist die Aussicht eine stärkere Preiserholung relativ begrenzt, denn die europäische Maisernte wird wohl sehr groß .
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkompass
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